Dynacord DSA 8410 Bedienungsanleitung
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Produktspezifikationen
| Marke: | Dynacord |
| Kategorie: | Empfänger |
| Modell: | DSA 8410 |
Bedienungsanleitung Dynacord DSA 8410 – Volltext
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER18INHALTEINFÜHRUNG. 20Auspacken und Überprüfen. 20Lieferumfang und Garantie. 20Verantwortung des Betreibers. 20INSTALLATION. 21Bedienelemente, Anzeigen und Anschlüsse. 21Betriebsspannung. 22Netzschalter. 22Einbau. 22Kühlung. 23Wahl der Betriebsart (MODE). 23Wahl des Ausgangs-Modus (OUTPUT). 25Variable Load Drive (VLD). 27Einschaltverzögerung. 27Audio Verkabelung. 28BETRIEB. 29Eingangspegel-Regler. 29Anzeigen. 29Standby-Modus (POWER REMOTE). 29OPTIONEN. 30RCM-810. 30SPECIFICATIONS/TECHNISCHE DATEN. 33DSA 8405. 33DSA 8410. 34DSA 8805. 35Mains Operation & Resulting Temperature. 36Block Diagram / Blockschaltbild. 38Dimensions / Abmessungen. 39.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER19WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE1. Lesen Sie diese Hinweise. 2. Heben Sie diese Hinweise auf. 3. Beachten Sie alle Warnungen. 4. Richten Sie sich nach den Anweisungen. 5. Betreiben Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Nähe von Wasser. 6. Verwenden Sie zum Reinigen des Gerätes ausschließlich ein trockenes Tuch. 7. Verdecken Sie keine Lüftungsschlitze. Beachten Sie bei der Installation des Gerätes stets die entsprechenden Hinweise des Herstellers. 8. Vermeiden Sie die Installation des Gerätes in der Nähe von Heizkörpern, Wärmespeichern, Öfen oder anderer Wärmequellen. 9. Achtung: Gerät nur an Netzsteckdose mit Schutzleiteranschluss betreiben. Setzen Sie die Funktion des Schutzleiteranschlusses des mitgelieferten Netzanschlusskabels nicht außer Kraft.
Sollte der Stecker des mitgelieferten Kabels nicht in Ihre Netzsteckdose passen, setzen Sie sich mit Ihrem Elektriker in Verbindung. 10. Sorgen Sie dafür, dass das Netzkabel nicht betreten wird. Schützen Sie das Netzkabel vor Quetschungen insbesondere am Gerätestecker und am Netzstecker. 11. Verwenden Sie mit dem Gerät ausschließlich Zubehör/Erweiterungen, die vom Hersteller hierzu vorgesehen sind. 12. Verwenden Sie zusammen mit dieser Komponente nur vom Hersteller dazu vorgesehene oder andere geeignete Lastkarren, Stative, Befestigungsklammern oder Tische, die Sie zusammen mit dem Gerät erworben haben. Achten Sie beim Transport mittels Lastkarren darauf, dass das transportierte Equipment und der Karren nicht umfallen und möglicherweise Personen- und/oder Sachschäden verursachen können. 13. Ziehen Sie bei Blitzschlaggefahr oder bei längerem Nichtgebrauch den Netzstecker. 14.
eine Beschädigung des Netzkabels oder des Netzsteckers, wenn eine Flüssigkeit in das Gerät geschüttet wurde oder ein Gegenstand in das Gerät gefallen ist, wenn das Gerät Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt wurde, oder wenn es nicht normal arbeitet oder fallengelassen wurde. 15. Stellen Sie bitte sicher, dass kein Tropf- oder Spritzwasser ins Geräteinnere eindringen kann. Platzieren Sie keine mit Flüssigkeiten gefüllten Objekte, wie Vasen oder Trinkgefäße, auf dem Gerät. 16. Um das Gerät komplett spannungsfrei zu schalten, muss der Netzstecker gezogen werden. 17. Beim Einbau des Gerätes ist zu beachten, dass der Netzstecker leicht zugänglich bleibt. 18. Stellen Sie keine offenen Brandquellen, wie z. B. brennende Kerzen auf das Gerät. 19. Dieses SCHUTZKLASSE I Gerät muss an eine NETZ-Steckdose mit Schutzleiter-Anschluss angeschlossen werden.
WICHTIGE SERVICEHINWEISEACHTUNG: Diese Servicehinweise sind ausschließlich zur Verwendung durch qualifiziertes Servicepersonal. Um die Gefahreines elektrischen Schlages zu vermeiden, führen Sie keine Wartungsarbeiten durch, die nicht in derBedienungsanleitung beschrieben sind, außer Sie sind hierfür qualifiziert. Überlassen Sie sämtlicheServicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker. 1. Bei Reparaturarbeiten im Gerät sind die Sicherheitsbestimmungen nach EN 60065 (VDE 0860) einzuhalten. 2. Bei allen Arbeiten, bei denen das geöffnete Gerät mit Netzspannung verbunden ist und betrieben wird, ist ein Netz-Trenntransformator zuverwenden. 3. Vor einem Umbau mit Nachrüstsätzen, Umschaltung der Netzspannung oder sonstigen Modifikationen ist das Gerät stromlos zu schalten. 4.
Die Mindestabstände zwischen netzspannungsführenden Teilen und berührbaren Metallteilen (Metallgehäuse) bzw. zwischen den Netzpolenbetragen 3 mm und sind unbedingt einzuhalten. 5.
Die Mindestabstände zwischen netzspannungsführenden Teilen und Schaltungsteilen, die nicht mit dem Netz verbunden sind (sekundär),betragen 6 mm und sind unbedingt einzuhalten. 6. Spezielle Bauteile, die im Stromlaufplan mit dem Sicherheitssymbol gekennzeichnet sind, (Note) dürfen nur durch Originalteile ersetzt werden. 7. Eigenmächtige Schaltungsänderungen dürfen nicht vorgenommen werden. 8. Die am Reparaturort gültigen Schutzbestimmungen der Berufsgenossenschaften sind einzuhalten. Hierzu gehört auch die Beschaffenheit desArbeitsplatzes. 9. Die Vorschriften im Umgang mit MOS-Bauteilen sind zu beachten. Hinweise zur Entsorgung/Wiederverwendung gemäß WEEEDas auf unserem Produkt und im Handbuch abgedruckte Mülltonnensymbol weist daraufhin, dass dieses Produkt nicht gemeinsam mit dem Haushaltsmüll entsorgt werden darf.
Für die korrekte Entsorgung der Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) am Ende ihrer Nutzungsdauer ist in unserer Kategorie der Hersteller verantwortlich. Aufgrund unterschiedlicher Regelungen zur WEEE-Umsetzung in den einzelnen EU-Staaten bitten wir Sie, sich an Ihren örtlichen Händler zu wenden. Wir haben ein eigenes System zur Verarbeitung elektronischer Abfälle und gewährleisten die kostenfreie Entgegennahme aller Produkte der EVI Audio GmbH: Telex, DYNACORD, Electro-Voice und RTS. Wir haben mit dem Händler, bei dem Sie Ihr Produkt gekauft haben, eine Vereinbarung getroffen, dass alle nicht mehr verwenbaren Geräte zur umweltgerechten Entsorgung kostenfrei an das Werk in Straubing zurückgeschickt werden. Bitte kontaktieren Sie vor dem Anschluss an die Spannungsversorgung Ihr Energieversorgungsunternehmen bezüglich Oberwellen.
Das Blitzsymbol innerhalb eines gleichseitigenDreiecks soll den Anwender auf nicht isolierte Lei-tungen und Kontakte im Geräteinneren hinweisen,an denen hohe Spannungen anliegen, die im Falleiner Berührung zu lebensgefährlichen Strom-schlägen führen können.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER201 EinführungMit den Endstufen der DSA-Serie von Dynacord beginnt ein neues Zeitalter in der Endstufen-Technologie. Die ho-cheffiziente Technik der DSA-Endstufe liefert kom-promisslose Audioperformance bei geringem Gewicht und höchster Zuverlässigkeit. 1. 1 Auspacken und ÜberprüfenÖffnen Sie die Verpackung und entnehmen Sie die End-stufe. Überprüfen Sie die Endstufe auf äußere Be-schädigungen, die während des Transports zu Ihnen aufgetreten sein könnten. Jede Endstufe wird vor Verlas-sen des Werks eingehend untersucht und getestet und sollte in einwandfreiem Zustand bei Ihnen ankommen. Falls die Endstufe Beschädigungen aufweist, benachrich-tigen Sie bitte unverzüglich das Transportunternehmen. Ein Transportschaden kann nur von Ihnen, dem Empfänger, reklamiert werden.
Bewahren Sie den Karton und das Verpackungsmaterial zwecks Besichtigung durch das Transportunternehmen auf. Die Aufbewahrung des Kartons samt Verpackungsmaterial wird auch dann angeraten, wenn die Endstufe keine Beschädigung aufweist. ACHTUNG: Versenden Sie die Endstufe nie ohne das original Verpackungsmaterial. Wenn Sie die Endstufe versenden, verwenden Sie stets den Originalkarton und das original Verpackungsmaterial. Für bestmöglichen Schutz vor Transportschäden verpak-ken Sie die Endstufe wie sie ursprünglich im Werk ver-packt wurde. 1. 2 Lieferumfang und GarantieBewahren Sie neben der Garantiekarte auch den Kaufbeleg, der den Termin der Übergabe festlegt, auf. Das Werk leistet Garantie für alle nachweisbaren Mate-rial- und Fertigungsfehler für die Dauer von 36 Monaten ab Verkauf. Garantieleistungen werden nur dann anerkannt, wenn gültige, d. h.
3 Verantwortung des BetreibersBESCHÄDIGUNG VON LAUTSPRECHERNDie DSA-Endstufe verfügt über eine hohe Ausgangsleis-tung und kann sowohl für Menschen als auch für ange-schlossene Lautsprecher eine Gefahr darstellen. Lautsprecher können durch zu hohe Leistung beschädigt oder zerstört werden, vor allem durch die hohe Leistung der DSA-Endstufe im Brückenbetrieb. Informieren Sie sich immer über die Dauer- und Spitzenbelastbarkeit der anzuschließenden Lautsprecher. Selbst wenn mittels der Eingangspegel-Regler an der Rückseite der Endstufe die Verstärkung reduziert wird, ist es bei ausreichend hohem Eingangssignal noch immer möglich, die volle Ausgangs-leistung zu erreichen. GEFAHREN AM LAUTSPRECHERAUSGANGDie DSA-Endstufe ist in der Lage, gefährlich hohe Span-nungen am Ausgang zu produzieren.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER222. 2 BetriebsspannungDie Spannungsversorgung der Endstufe erfolgt über die Netzeingangsbuchse. Trennen Sie die Endstufe während der Installation immer von der Netzversorgung. Schließen Sie die Endstufe nur an eine geeignete Netzversorgung an, die den auf dem Typenschild angegebenen Anforder-ungen entspricht. NETZBETRIEB UND WÄRMEENTWICKLUNG IN DER ENDSTUFEMit Hilfe der Tabellen ab Seite 36 können die Anforderungen an Stromversorgung und Zuleitungen be-stimmt werden. Die vom Stromnetz aufgenommene Leis-tung wird in Ausgangsleistung für die Lautsprecher und in Wärme umgewandelt. Die Differenz aus aufgenommener Leistung und abgegebener Leistung nennt man Verlust-leistung (Pd). Die durch Verluste entstehende Wärme ver-bleibt u. U. im Rack und muss durch geeignete Maßnahmen abgeleitet werden. Zur Berechnung der Wär-meverhältnisse im Rack/Schrank bzw.
zur Dimensio-nierung eventuell benötigter Abluftmaßnahmen können ebenfalls die Tabellen ab Seite 36 benutzt werden. Die Spalte Pd zeigt die Verlustleistung bei verschiedenen Be-triebszuständen. Die Spalte BTU/hr zeigt die abgegebene Wärmemenge je Stunde. Die Stromaufnahmen für andere Netze können mit folgenden Faktoren direkt proportional umgerechnet werden: 100 V = 2. 3, 120 V = 1. 9, 220 V = 1. 05, 240 V = 0. 97. 2. 3 NetzschalterDer Netzschalter POWER an der Frontseite trennt in Schalterstellung OFF die Endstufe von der Netzversor-gung. In Schalterstellung ON wird das Hochfahren der Endstufe gestartet. Eine Softstart-Schaltung vermeidet dabei Einschaltstromspitzen auf der Netzleitung. Dadurch wird verhindert, dass der Leitungsschutz-schal-ter des Stromnetzes beim Einschalten der Endstufe an-spricht. Die Lautsprecher werden um ca. 4 Sekunden verzögert zugeschaltet.
Befestigen Sie die End-stufe an der Vorderseite mit 4 Schrauben und Unterlegscheiben wie in folgender Abbildung dargestellt. Wird das Rack, in dem die Endstufe eingebaut ist, trans-portiert, muss die Rückseite der Endstufe im Rack befes-tigt werden. Bei fehlender Befestigung kann sowohl die Endstufe als auch das Rack beschädigt werden. Befes-tigen Sie die Endstufe wie in folgender Abbildung gezeigt mit Hilfe von Käfigmuttern und Befestigungsschrauben. Geeignete Rackwinkel RMK-15 sind als Zubehör er-hältlich. 2. 5 KühlungBei allen lüftergekühlen Endstufen von DYNACORD strömt die Luft von der Frontseite zur Rückseite, da kühle Frischluft eher außerhalb des Racks zur Verfügung steht als innerhalb. Die Endstufe bleibt kühler und die ent-stehende Abwärme kann gezielter abgeführt werden.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER23Generell ist die Endstufe so aufzustellen oder zu montie-ren, dass die Luftzufuhr an der Frontseite und die Entlüf-tung an der Geräterückseite nicht behindert wird. Für den Einbau in Gehäuse und Racks ist zu beachten, dass eine ausreichende Belüftung der Endstufe möglich ist. Zwischen der Endstufen-Rückseite und der Schrank/Rack-Innenseite ist ein freier Luftkanal von mindestens 60 mm x 330 mm bis zur oberen Rack- oder Schrankent-lüftung vorzusehen. Oberhalb des Schrankes soll ein freier Raum von mindestens 100 mm für die Entlüftung vorgesehen werden. Da während des Betriebs der End-stufe die Temperatur im Gehäuse- oder Schrank auf bis zu 40 °C ansteigen kann, muss die maximal zulässige Umgebungstemperatur der übrigen im Gestellschrank befindlichen Geräte beachtet werden. Endstufen der DSA Serie können in Racks ohne Abstand direkt übereinander montiert werden.
Da sich die Gehäu-se der DSA Verstärker im Betrieb erwärmen, kann es jedoch sinnvoll sein zu anderen Geräten ohne Zwangs-kühlung (Controller, System Manager etc. ) 1 Hö-heneinheit (1 HE) Abstand zu halten. ACHTUNG: Die Lüftungsöffnungen der Endstufe dür-fen nicht blockiert/verschlossen werden. Bei fehlender Kühlung kann sich die End-stufe automatisch abschalten. Halten Sie alle Lüftungsöffnungen frei von Staubablagerungen, die den Luftstrom behindern würden. Betreiben Sie die End-stufe nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Heizlüftern, Öfen oder anderen Gerä-ten, die Hitze abstrahlen. Die maximale Umgebungstemperatur von +40°C soll für störungsfreien Betrieb nicht über-schritten werden.
Für Installationen mit einem zentralen Kühlluftsystem oder Klimageräten, wie es häufig bei Festinstallationen in speziellen Geräteräumen verwendet wird, kann es nötig sein die maximale Wärme-Emission zu berechnen. Beachten Sie hierzu die Hinweise auf Seite 22. LÜFTERDie Endstufen der DSA-Serie besitzen zwei Lüfter.
Es er-folgt keine Dauerlüftung der Endstufe sondern eine tem-peraturabhängige, stufenlose Geschwindigkeitsregelung der einzelnen Lüfter. Hierdurch wird eine sehr geringe Geräuschentwicklung im Ruhebetrieb erreicht. Die Tem-peraturen der Endstufe werden kanalweise getrennt er-fasst und überwacht. 2. 6 Wahl der Betriebsart (MODE)Die Stellung des MODE Schalters an der Rückseite der Endstufe bestimmt die Schaltung der Audioeingänge. Bei den Endstufen-Typen DSA 8405 und DSA 8410 kann die Schaltung der Audioeingänge CH 1/CH 2 bzw. CH 3/CH 4 konfigu-riert werden, beim Endstufen-Typ DSA 8805 sind zusätzlich die Audioeingänge CH 5/CH 6 bzw. CH 7/CH 8 konfigurier-bar. In den folgenden Beschreibungen der Schalterstellungen DUAL, PARALLEL bzw. BRIDGED sind die beiden Audioeingänge der MODE Schalter jeweils mit Kanal A bzw.
B bezeichnet (Beispiel: Für Schalter CH 1/CH 2 entspricht A dem CH 1 und B dem CH 2). DUALIn der Betriebsart DUAL arbeiten die Kanalpaare unabhängig voneinander. Diese Betriebsart wird bei allen 2-kanaligen Anwendungen wie Stereobetrieb oder der Beschallung von getrennten Zonen verwendet. Über die Eingangspegel-Regler an der Rückseite der Endstufe lässt sich die Verstärkung der Kanäle getrennt justieren. Abbildung 2-5: Einspeisung an beiden Eingängen bei Betriebsart DUAL.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER24PARALLELIn der Betriebsart PARALLEL sind die Eingänge der Kanäle A und B direkt elektrisch verbunden (gelinkt). Das Eingangs-signal ist über den Eingang des Kanals A zuzuführen. Da nur die Eingänge der beiden Kanäle miteinander verbunden sind, lässt sich weiterhin über die Eingangspegel-Regler die Verstärkung der beiden Endstufenkanäle getrennt einstellen. Die Betriebsart PARALLEL empfiehlt sich dann, wenn in größeren Anlagen mehrere Endstufenkanäle mit dem gleichen Signal angesteuert werden sollen, z. B. beim Antrieb von größeren Bassarrays. ACHTUNG: In der Betriebsart PARALLEL kann nur am Eingangskanal A ein Signal eingespeist werden. BRIDGEDIn der Betriebsart BRIDGED arbeiten die gebrückten Kanäle als einkanaliger Mono-Block. Das Eingangssignal ist über den Eingang des Kanals A zuzuführen, die Eingänge des Kanals B sind inaktiv.
Bei dieser Betriebsart wird die Endstufe im Kanal A ganz normal angesteuert. Zusätzlich wird das Signal intern invertiert und auf die Endstufe im Kanal B gelegt. Die Endstufen A und B arbeiten dann im Gegentakt mit verdoppelter Ausgangsspannung. Diese Verdoppelung der Aus-gangsspannung ist bei der Verwendung von externen Limitern zu berücksichtigen, da im Brückenbetrieb das jeweilige Kanalpaar 6 dB mehr Verstärkung als eine Einzelkanal hat. Der Threshold eines externen Limiters muss demnach um 6 dB niedriger eingestellt werden, um am Lautsprecher wieder auf die gleiche maximale Spannung zu begrenzen. ACHTUNG: In der Betriebsart BRIDGED darf die angegebene minimale Last nicht unterschritten werden. Die in folgender Tabelle angegebenen Werte müssen beachtet werden. Es können sehr hohe Spannungen am Ausgang produziert werden.
Die angeschlossenen Lautsprecher müssen für derart hohe Spannungen ausgelegt sein. Beachten Sie unbedingt die Leistungsangaben im Datenblatt des jeweiligen Laut-sprechers und vergleichen Sie diese mit der entsprechenden Ausgangsleistung der Endstufe.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER252.7 Wahl des Ausgangs-Modus (OUTPUT)Die Endstufenkanäle der Endstufen DSA 8405/8410/8805 können auf verschiedene Ausgangsmodi umgeschaltet wer-den. Bei Bedarf kann jeder Kanal einzeln auf Hochimpedanzbetrieb (HZ) umgeschaltet werden, um 70 V und 100 V Laut-sprecherlinien direkt ohne Ausgangsübertrager (Direct Drive) anzutreiben. In den Betriebsarten DUAL und PARALLEL eines Ausgangskanal-Paares können die Ausgangs-Modi der Ausgangskanäle unabhängig voneinander eingestellt wer-den. In der Betriebsart BRIDGED eines Ausgangskanal-Paares ist nur die OUTPUT-Einstellung des Kanals mit ungerader Nummer (also 1, 3, 5 bzw. 7) relevant, die OUTPUT-Einstellung des Kanals mit gerader Nummer (also 2, 4, 6 bzw.
8) wird ignoriert.Im Folgenden werden die vier verschiedenen Ausgangsmodi beschrieben und mit Abbildungen verdeutlicht.2 OHM /VLD-MODUSIm 2 Ohm-Modus erreicht die Endstufe die maximale Ausgangsleistung bei einer Last von 2 . Es können zum Beispiel bis zu 4 Kabinette mit einer Nominalimpedanz von 8 pro Kanal betrieben werden. Dieser Modus ist vorteilhaft, wenn viele Lautsprecher mittlerer und kleiner Leistung im Niederimpedanzbetrieb (LZ) angetrieben werden sollen. Bei eingebautem Remote Control Modul ist in diesem Modus eine individuelle Anpassung der Ausgangsleistung (VLD) mög-lich. Informationen zur Betriebsart Variable Load Drive (VLD) finden Sie auf Seite 26.4 OHM-MODUSDer 4 Ohm-Modus ist der Auslieferzustand. In diesem Modus erreicht die Endstufe die maximale Ausgangsleistung bei einer Last von 4 , d.h.
pro Kanal können zwei Kabinette mit einer Nominalimpedanz von 8 pro Kanal betrieben wer-den. Der 4 Ohm-Modus ist zum Beispiel für den Antrieb von größeren Kabinetten und zum Antrieb von Basslautsprechern (Subwoofer) im Niederimpedanzbetrieb (LZ) vorteilhaft.Abbildung 2-9: DUAL-Schaltung von CH 1 und CH 2 im 2 Ohm-ModusAbbildung 2-10: DUAL-Schaltung von CH 1 und CH 2 im 4 Ohm-Modus
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER2670 V-MODUSDer 70 V Modus erlaubt den direkten Antrieb (Direct Drive) von 70 V Lautsprecherlinien im Hochimpedanzbetrieb (HZ) ohne Ausgangsübertrager. Pro Kanal können dann maximal so viele Lautsprecher angeschlossen werden, bis die Ge-samtleistungsaufnahme der Lautsprecherlinie dem Leistungswert des Verstärkers (500 W bei DSA 8405/8805 bzw. 1000 W bei DSA 8410) entspricht. Der 70 V-Modus ist vorteilhaft wenn die Entfernung zwischen Verstärker und Lautsprecher mehr als 50 Meter beträgt und/oder eine Vielzahl von Kleinlautsprechern mit Übertrager (z. B. Deckenlautsprecher) angetrieben werden sollen. 100 V-MODUSDer 100 V-Modus erlaubt den direkten Antrieb (Direct Drive) von 100 V Lautsprecherlinien im Hochimpedanzbetrieb (HZ) ohne Ausgangsübertrager.
Pro Kanal können dann maximal so viele Lautsprecher angeschlossen werden, bis die Gesamtleistungsaufnahme der Lautsprecherlinie dem Leistungswert des Verstärkers (500 W bei DSA 8405/8805 bzw. 1000 W bei DSA 8410) entspricht. Der 100 V-Modus ist vorteilhaft wenn die Entfernung zwischen Verstärker und Lautsprecher mehr als 50 Meter beträgt und/oder eine Vielzahl von Kleinlautsprechern mit Übertrager (z. B. Deckenlautsprecher) angetrieben werden sollen. 2. 8 Variable Load Drive (VLD)Die im vorhergehenden Kapitel beschriebene Wahl des Ausgangsmodus erlaubt eine äußerst praktische Anpas-sung des Verstärkers an die angeschlossenen Laut-sprecher. Tabelle 2. 3 zeigt alle möglichen Kombinationen von Ausgangsleistung und angeschlossener Last der End-stufen im Niederimpedanzbetrieb. Durch Einbau eines optionalen Remote Control Moduls (z. B.
RCM-810) kann mittels Variable Load Drive (VLD) die Ausgangsleistung der einzelnen Verstärkerkanäle frei programmiert wer-den. Bei den Endstufen-Typen DSA 8405 und DSA 8805 kann pro Kanal die Ausgangsleistung im Bereich von 100 W bis 500 W für eine Last von 2 bis 10 frei gewählt werden.
Beim Endstufen-Typ DSA 8410 kann pro Kanal die Ausgangsleistung im Bereich von 100 W bis 1000 W für eine Last von 2 bis 10 frei gewählt wer-den. Zusätzlich ermöglicht das RCM-810 die Zuschaltung eines 50 Hz Hochpass-Filters je Kanal. Dies kann beim An-trieb von kleineren und mittleren Fullrangekabinetten vorteilhaft sein, um unerwünschte tieffrequente Signalan-teile auszufiltern. Zur Verwendung von VLD in einer Endstufe mit eingebau-tem Remote Control Modul gehen Sie bitte folgenderma-ßen vor:Die Konfiguration der Endstufenkanäle wird nichtflüchtig im Remote Control Module gespeichert. Bitte beachten Sie, dass sich die VLD-Konfiguration in IRIS-Net nur in der Betriebsart „2 /VLD“ eines Kanals auswirkt.
Die Be-Abbildung 2-11: CH 1 im 70 V-ModusAbbildung 2-12: CH 1 im 100 V-Modus• Schalten Sie die Endstufenkanäle, die im VLD-Modus betrieben werden sollen, über den DIP-Schalter MODE (siehe Seite 25) in die Betriebsart „2 /VLD“• Schalten Sie die Endstufenkanäle, die im VLD-Modus betrieben werden sollen, über den DIP-Schalter OUTPUT in den Ausgangs-Modus DUAL oder PARALLEL (Seite 28). Im Ausgangs-Modus BRIDGED steht VLD nicht zur Verfügung. • Verwenden Sie IRIS-Net (siehe Seite 30) zur Konfiguration von Ausgangsleistung, Impedanz und Hochpass der einzelnen Kanäle. Sämtliche Details zur Konfiguration, Steuerung und Überwachung von Verstärkern mit eingebauten Remote Control Modulen sind in der Dokumentation der Software IRIS-Net enthalten.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER27triebsarten 4 , 70 V und 100 V verhalten sich unver-ändert wie in Kapitel 2. 7 beschrieben. Durch die Verwendung von VLD erweitern sich die Anpassungsmög-lichkeiten der Endstufe beträchtlich. Einige Anwendungs-fälle von VLD finden sich in folgender Tabelle. 2. 9 EinschaltverzögerungÜber den Einschaltverzögerungs-Wahlschalter (ON DELAY) auf der Rückseite der Endstufe kann die Zeitspanne einge-stellt werden, um die der Einschaltvorgang verzögert werden soll. Folgende Tabelle zeigt die möglichen Schalter-stellungen und zugehörigen Verzögerungszeiten in Sekunden. ACHTUNG: Die ON DELAY Einstellung wird ignoriert, wenn ein Remote Control Module eingebaut ist. 2. 10 Audio VerkabelungEINGANGDie Phoenix-Eingänge INPUT sind elektronisch symmet-risch ausgelegt. Wenn möglich, sollte stets ein symmetri-sches Audiosignal am Eingang der Endstufe verwendet werden.
Falls das/die Anschlusskabel sehr kurz sind und keine Störsignale in der Umgebung der Endstufe zu er-warten sind, kann auch ein unsymmetrisches Signal ange-schlossen werden. In diesem Fall ist es zwingend erforderlich eine Brücke im Eingangsstecker zwischen Schirm und dem invertierenden Eingang zu schalten, da ansonsten ein Pegelverlust von 6 dB auftreten kann. Ver-gleichen Sie dazu bitte folgende Abbildung. Aus Gründen der Störfestigkeit gegenüber externen Störquellen wie z. B. Dimmer, Netzzuführungen, HF-Steuerleitungen usw. ist jedoch eine symmetrische Verkabelung immer zu be-vorzugen.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER28AUSGANG IN BETRIEBSART DUAL BZW. PARALLELIn der Betriebsart DUAL bzw. PARALLEL werden die Laut-sprecher entsprechend nebenstehender Abbildung ange-schlossen. Es ist nur der Anschluss an den Ausgängen CH 1 und CH 2 dargestellt, für weitere vorhandene Ausgänge erfolgt der Anschluss in gleicher Weise. Die korrekte An-schlussweise für diese Betriebsart ist zusätzlich auf der Endstufe selbst abgebildet.AUSGANG IN BETRIEBSART BRÜCKENBETRIEB (BRIDGED)In der Betriebsart BRIDGED werden Lautsprecher ent-sprechend nebenstehender Abbildung angeschlossen. Es ist nur der Anschluss an den Ausgängen CH 1 und CH 2 dargestellt, für weitere vorhandene Ausgänge erfolgt der Anschluss in gleicher Weise.
Die korrekte Anschlussweise für diese Betriebsart ist zusätzlich auf der Endstufe selbst abgebildet.ACHTUNG: Im Brückenbetrieb darf die angegebene minimal Last nicht unterschritten werden (siehe Tabelle 2.2 auf Seite 24). Es können sehr hohe Spannungen am Ausgang produ-ziert werden. Die angeschlossenen Laut-sprecher müssen für derart hohe Spannungen ausgelegt sein. Beachten Sie unbedingt die Leistungsangaben im Datenblatt des jeweiligen Lautsprechers und vergleichen Sie diese mit der entspre-chenden Ausgangsleistung der Endstufe.Abbildung 2-16: Unsymmetrische Beschaltung des EingangsAbbildung 2-17: Betriebsart DUAL bzw. PARALLELAbbildung 2-18: Brückenbetrieb
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER293 Betrieb3. 1 Eingangspegel-ReglerIn den Betriebsarten DUAL und PARALLEL regeln die Eingangspegel-Regler LEVEL an der Rückseite der End-stufe die Verstärkung des jeweiligen Kanals. Die Skala ist in dB angegeben. Drehung nach rechts erhöht die Laut-stärke, Drehung nach links verringert die Lautstärke. In der Betriebsart BRIDGED eines Aus-gangskanal-Paares regelt nur der Drehknopf des Kanals mit ungerader Nummer (also 1, 3, 5 bzw. 7) die Lautstär-ke, die Drehknopf-Einstellung des Kanals mit gerader Nummer (also 2, 4, 6 bzw. 8) wird ignoriert. 3. 2 AnzeigenPROTECTWenn die PROT-LED eines Kanals gelb aufleuchtet, hat eine der internen Schutzschaltungen der Endstufe angesprochen. Die End-stufen werden in diesem Fall von der Last getrennt und die Signalzufuhr unterbrochen, um etwaige Schäden an den Lautsprechern oder der Endstufe zu verhindern.
Die Fehlerursache, beispielsweise eine kurzgeschlossene Lautsprecherleitung muss beseitigt werden. Bei Überhit-zung schaltet sich die Endstufe nach einiger Zeit selb-ständig wieder in den normalen Betriebszustand. MUTEDie MUTE-LED eines Kanals leuchtet rot auf, wenn die Endstufe über IRIS-Net stumm geschaltet ist. -30DB. LIMITDie Pegelanzeige an der Frontseite der Endstufe erfolgt getrennt für die beiden Kanäle mit den jeweiligen LEDs -30dB, -10dB und -3dB unter Vollaussteuerung. Die LIMIT-LED leuchtet auf, sobald einer der eingebauten dynamischen Au-dio-Limiter anspricht und die Endstufe über der Aussteuerungsgrenze oder generell im Grenzbe-reich betrieben wird. Kurzzeitiges Aufleuchten ist dabei unproblematisch, da der interne Limiter Eingangspegel bis zu +21 dBu auf einen akustisch unkritischen Klirrfak-tor von ca. 1 % ausregeln kann.
Leuchtet die LIMIT-LED jedoch dauerhaft, sollte die Lautstärke reduziert werden, um etwaige Überlastungsschäden der angeschlossenen Lautsprecherboxen zu vermeiden. POWERDie POWER-LED leuchtet grün auf, wenn die Endstufe eingeschaltet ist.
Falls die POWER-LED trotz eingeschaltetem Gerät nicht leuchtet, ist das Gerät entweder nicht mit dem Stromnetz verbunden oder die Primärsicherung ist defekt. STANDBYDie STANDBY-LED leuchtet gelb, wenn sich die Endstufe im Standby-Modus befindet. Im Standby-Modus ist die Leistungsaufnahme des Gerätes auf ein Minimum reduziert. Die Aktivierung des Standby-Modus ist über IRIS-Net oder über die POW-ER REMOTE Buchse möglich. IRIS-NETFalls ein IRIS-Net-kompatibles Remote Control Modul in den Erweite-rungssteckplatz der Endstufe eingebaut ist, wird die er-folgreiche Datenkommunikation durch blaues Aufleuchten der IRIS-Net-LED angezeigt. Wird in IRIS-Net die Suchfunktion „Find” zum Auffinden einer Endstufe in einem Rack aktiviert, blinkt die IRIS-Net-LED der gewählten Endstufe. 3.
3 Standby-Modus (POWER REMOTE)Über den Anschluss POWER REMOTE kann die Endstufe auf einfache Weise fernge-steuert ein- und ausge-schaltet werden. Die POWER REMOTE Funktion kommt nur bei Geräten ohne Remote Control Modul zum Tragen. Eine Steuerung von Geräten mit Remote Control Modul per POWER REMOTE ist nicht sinnvoll. Werden die Pins der POWER REMOTE Buchse offen gelassen so schaltet das Gerät ein. Bei einer Verbindung der Pins schaltet das Gerät in den Standby-Modus.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER304 OptionenDurch den Einbau eines optionalen Zusatzmoduls in den Erweiterungssteckplatz an der Rückseite kann der Funk-tionsumfang der Endstufe erhöht werden. Als Beispiel wird im folgenden das RCM-810 Remote Control Modul aufgeführt. Bitte beachten Sie bei allen Zusatzmodulen die jeweils mitgelieferte Bedienungsanleitung4. 1 RCM-810SYSTEMBESCHREIBUNGDas RCM-810 Remote Control Modul ist ein Digital-Cont-roller Modul für Live Sound, PA und Festinstallation. Durch den Einbau des RCM-810 wird aus einem konventi-onellen Verstärker ein Remote Amplifier, und man hat zu jedem Zeitpunkt einen vollständigen Überblick über den gesamten Systemzustand und die Kontrolle über Systemparameter. RCM-810 Module erlauben die Integration der Verstärker in ein Remote-Control Netzwerk mit bis zu 100 Geräten.
IRIS-Net kann mehrere Remote-Control-Netzwerke mit bis zu 250 Geräten verwalten. Damit kann ein komplettes PA-System von einem oder mehreren PCs mit Hilfe der Software IRIS-Net - Intelligent Remote & Integrated Su-pervision - gesteuert und überwacht werden. Sämtliche Betriebszustände, z. B. Einschalt-status, Temperatur, An-sprechen von Schutzschaltungen, Lastimpedanz usw. , werden in IRIS-Net zentral erfasst und dargestellt. Dadurch kann schon vor dem Auftreten von kritischen Be-triebzuständen reagiert und gezielt eingegriffen werden. Eine automatische Reaktion bei Über- oder Unterschrei-tung bestimmter Grenzwerte ist ebenfalls programmier-bar. Parameter der Endstufe, z. B. Power On/Off, Mute usw. sind in Echtzeit steuerbar und können im Verstärker abgespeichert werden. Unabhängig von der Kontrolle durch das Netzwerk bleiben in einem Havariefall alle Ein-stellungen erhalten.
Weiterhin findet sich am RCM-810 ein Control Port mit frei programmierbaren Steuereingängen und Steueraus-gängen. An die Steuereingänge (GPI's) können Schalter angeschlossen werden. In IRIS-Net lassen sich beliebige Logikfunktionen für die Eingänge programmieren.
An den Steuerausgängen (GPO's) können externe Elemente angeschlossen werden, die etwa zur Signalisierung be-stimmter Zustände verwendet werden. Sämtliche Details zur Konfiguration, Steuerung und Über-wachung von Verstärkern mit eingebauten RCM-810 Mo-dulen sind in der Dokumentation der Software IRIS-Net enthalten. Die aktuellste Version von IRIS-Net erhalten Sie stets auf www. dynacord. de.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER31BEDIENELEMENTE UND ANSCHLÜSSE1 INIT-TasteDie INIT-Taste erlaubt das Rücksetzen des RCM-810 auf die Werksein-stellungen. Betätigen Sie hierzu die Taste z. B. mit einem kleinen Schraubenzieher für mindestens 3 Sekunden. Tabelle 4. 1 zeigt die zurückgesetzten Parame-ter. ACHTUNG: Alle Einstellungen des RCM-810, die Sie in IRIS-Net vorgenommen haben, werden bei Betätigung der INIT-Taste gelöscht. 2 CAN ADDRESS-WahlschalterMit den beiden Adress-Wahlschaltern wird die Netzwerk-Adresse des RCM-810 eingestellt. In einem CAN-Netzwerk können die Adressen 01 bis 250 (FA hex) verwendet werden. Die Adressein-stellung erfolgt im hexadezimalen Zahlensystem. Der Wahlschalter LOW ist für das niederwertige Digit, der Schalter HIGH für das höherwertige Digit. ACHTUNG: Jede Adresse darf im System nur einmal vorkommen, da es sonst zu Netzwerk-Konflikten kommt.
Die Adresse 0 (00 hex, Auslieferungszustand) sorgt dafür, dass das RCM-810 von der Remote-Kommunikation getrennt ist. Das Modul erscheint somit nicht im System, auch wenn es am CAN-Bus angesteckt ist. 3 STATUS LEDDie STATUS-LED dient zur Kontrolle der Kommunikation am CAN-Bus. Die LED blinkt regelmäßig alle 3 Sekunden kurz auf, wenn das Modul mit 00 adressiert und damit softwa-remäßig vom CAN-Bus abgekoppelt ist. Wenn eine Adres-se zwischen 01 und 250 eingestellt ist, aber noch keine CAN-Bus Aktivität stattgefunden hat, blinkt die LED regelmäßig jede Sekunde kurz auf. Sobald eine Kommu-nikation am CAN-Bus erkannt wurde, wird die LED immer dann für mindestens 100 ms aktiviert, wenn die Endstufe selbst Daten auf den CAN-Bus sendet. 4 REMOTE CAN BUS-AnschlüsseDas RCM-810-Modul besitzt zwei RJ-45-Buchsen für den REMOTE CAN BUS.
Die Buchsen sind parallel geschaltet und dienen als Eingang und zum Weiter-schleifen des Remote-Netzwerkes. Zur Verkabelung innerhalb des Racks können handelsübliche RJ-45-Netzwerkkabel verwendet werden.
Bei größeren Lei-tungslängen sind die CAN-Richtlinien zu beachten. Der CAN-Bus benötigt an beiden Enden einen 120 Abschluss-Stecker. Der CAN-Bus erlaubt die Verwendung unterschiedlicher Datenraten, wobei die Datenrate indirekt proportional zur Buslänge ist. Wenn das Netzwerk nur eine geringe Ausdehnung hat, sind Datenraten bis zu 500 kbit/s mög-lich. Bei größeren Ausdehnungen muss die Datenrate he-rabgesetzt werden (bis zur minimalen Datenrate von 10 kbit/s). HINWEIS: Die Datenrate ist auf 10 kbit/s voreinge-stellt. Die folgende Tabelle erläutert den Zusammenhang zwi-schen Datenrate und Buslänge bzw. Netzwerkausdeh-nung. Buslängen über 1000 Meter sollten grundsätzlich nur mit CAN-Repeatern realisiert werden.
DIGITAL SYSTEM AMPLIFIER325 CONTROL PORTDer CONTROL PORT des RCM-810 ent-hält zwei Steuereingänge, zwei Steuer-ausgänge und Referenzanschlüsse für +5V und Masse. Die Steuereingänge sind mit Hilfe von IRIS-Net konfigurierbar und können z. B. zur Power On / Standby Um-schaltung verwendet werden. Die beiden Steuerkontakte IN 1 und IN 2 liegen in-tern über Pull-Up Widerstände auf +5V (offen). Zum Aktivieren können die Steuereingänge über externe Schalter, Taster oder Relais gegen Masse ge-schlossen werden. Die beiden Steuerausgänge OUT 1 und OUT 2 sind Open Collector Outputs, die im nichtakti-ven Zustand (Off) hochohmig sind. Im aktiven Zustand (On) sind die Ausgänge gegen Masse geschlossen. Die Steuerausgänge werden über IRIS-Net konfiguriert und dienen zur Signalisierung interner Zustände. LEDs, Kon-trollleuchten oder Relais können direkt angesteuert wer-den.
Der +5V Referenzanschluss dient zur Versorgung der extern angeschlossenen Elemente.ACHTUNG: Der maximale Gesamtstrom am Ausgang +5V beträgt 200 mA.Datenrate (in kbit/s) Buslänge (in m)500 100250 250125 50062,5 100020 250010 5000Tabelle 4-4: Datenrate und Buslänge in CAN-NetzwerkenAbbildung 4-5: Belegung der CAN-Buchse und des CAN-Steckers
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