ARRI EB 2.5/4 Universal Bedienungsanleitung
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Produktspezifikationen
| Marke: | ARRI |
| Kategorie: | Beleuchtung |
| Modell: | EB 2.5/4 Universal |
Bedienungsanleitung ARRI EB 2.5/4 Universal – Volltext
_______________________________________________________________________ Deutsch________- 3 -LICHTTECHNIKBEDIENUNGSANLEITUNGElektronisches Vorschaltgerät 2,5/4 EB__________________________________________________________________________________________1. Allgemeine Hinweise Vor der ersten Inbetriebnahme des Elektronischen Vorschaltgerätes 2,5/4 EB (EVG) sindalle im folgenden aufgeführten Informationen aufmerksam durchzulesen. Sie enthaltenwichtige Hinweise für die Sicherheit, den Gebrauch und die Wartung des Gerätes. DieGebrauchsanweisung ist sorgfältig aufzubewahren und an eventuelle Nachbesitzerweiterzugeben. __________________________________________________________________________________________2. Wichtige 2. 1 Vorsicht Netzspannung. Lebensgefahr. Sicherheitshinweise Vor dem Öffnen des EVG ist das Gerät vom Netz zu trennen (Netzstecker ziehen).
Nichtam Anschlußkabel, sondern am Stecker ziehen, um das Gerät vom Netz zu trennen. Reparaturen sowie der Anschluß eines anderen Netzsteckers (siehe 2. 2) dürfen nur durcheingewiesenes Fachpersonal oder vom ARRI-Service durchgeführt werden. 2. 2 Der Schutzkontaktstecker der Netzzuleitung ist nur für den Betrieb an 230V-Netzenzulässig. Wird das Gerät an einem 120V-Netz betrieben, ist der Schutzkontaktsteckerdurch einen für diese Netze zugelassenen Stecker zu ersetzen. Dieser Stecker muß für denin diesem Fall auftretenden Strom ausreichend dimensioniert sein (siehe die Angaben desMaximalstromes unter "5. Technischen Daten", Seite 6). Vor dem Anschließen des Vorschaltgerätes an das Netz sind die Netzsteckdosen auf dieEinhaltung der Schutzmaßnahmen zu prüfen. Bei spannungsführendem Schutzleiter darfdie Steckdose unter keinen Umständen benutzt werden.
Bei fehlendem Schutzleiter istentweder auf eine ordnungsgemäße Steckdose auszuweichen, ein Trenntrafo zu benutzen,ein FI-Schutzschalter oder ein Anschlußkasten mit FI-Schutzschalter (30mA,Erdanschluß und Meßeinrichtung) zu verwenden.
Hinweis: Zur Verhinderung von unbeabsichtigten Auslösungen durch Ableitströme undvorübergehende Störungen muß darauf geachtet werden, daß die Summe derAbleitströme der Betriebsmittel auf der Lastseite einer RCD (FI-Schutzschalter) wenigerals 1/3 des Bemessungsauslösestromes beträgt. Der typische Ableitstrom dieses Gerätes beträgt 4,0 mA (gemäß EN 60598-1:1996,Anhang G). 2. 3 Für den Lampenwechsel einer an das Vorschaltgerät angeschlossenen Leuchte ist dasVorschaltgerät auszuschalten und die Leuchte elektrisch vom Vorschaltgerät zu trennen(Leuchtensteckverbinder). 2. 4 Vor dem Lösen bzw. Anschließen des Lampenkabels an der Lampensteck-verbindungist das Gerät mit dem ON/OFF-Schalter auszuschalten. Es dürfen nur original ARRILampenkabel mit für die Lampenleistung zugelassenem Querschnitt zum Anschluß derLeuchte an das Vorschaltgerät verwendet werden.
Der Betrieb von Leuchten andererHersteller als ARRI am Vorschaltgerät ist nicht zulässig. 2. 5 Das Elektronische Vorschaltgerät 2,5/4 EB entspricht den anerkannten Regeln derTechnik und den einschlägigen Sicherheitsbestimmungen DIN EN60598/1 und DIN EN60065 für Elektrogeräte.
_______________________________________________________________________ Deutsch________- 4 -LICHTTECHNIK2. 6 Das Gerät ist in ein Gehäuse der Schutzart IP 22 (tropfwassergeschützt) eingebaut. Die in den technischen Daten (siehe Seite 6) und auf dem Typenschild angegebenenGrenzwerte für die Netzspannung müssen unbedingt eingehalten werden. Die zulässige Umgebungstemperatur liegt im Bereich -20°C bis +50°C. BeideSeitenwände des Gehäuses sind als Außenkühler ausgeführt. Diese Außenkühler dürfennicht abgedeckt werden und die Lüftungsschlitze in der Rückwand müssen frei sein. Das Vorschaltgerät darf nur auf festem, ebenem, trockenem und nicht heißemUntergrund (Temperatur ≤ 50°C) aufgestellt werden. Bei Rutschgefahr Gerät zusätzlichgegen Verrutschen sichern. Weiterhin muß das Gerät gegen direkte Sonneneinstrahlung geschützt werden.
EinRegenschutz ist erforderlich, wenn die Beanspruchung des Vorschaltgerätes durchSprühwasser über dem durch IP 22 vorgegebenen Rahmen liegt. Das EVG darf nicht im betauten Zustand und nicht in aggressiven oder explosivenMedien eingeschaltet werden. 2. 7 Das Vorschaltgerät darf nur gemäß den in der Bedienungsanleitung beschriebenenBetriebsbedingungen eingesetzt werden. Der Hersteller haftet nicht für evtl. Schäden, diedurch nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch oder falsche Bedienung verursacht werden. 2. 8 Der Benutzer dieses Gerätes wird dringend aufgefordert, die nachfolgenden Hinweisezu beachten:l Verpackungsmaterial ordnungsgemäß entsorgen. l Ein Gerät, das Schaden aufweist, nicht in Betrieb nehmen. l Zur Gewährleistung eines sicheren Betriebes Gerät nur nach den Vorgaben in derBedienungsanleitung einsetzen und gemäß Typenschildangaben anschließen undbetreiben.
l Reparaturen, Ersatzteilaustausch und Eingriffe in das Gerät nur von einer für dieseEVG geschulten Fachkraft oder vom ARRI-Service ausführen lassen. l Für Reparaturen dürfen nur original Ersatzteile verwendet werden. l Ausgediente Geräte sofort unbrauchbar machen, dazu Netzstecker ziehen undanschließend Anschlußleitung am EVG durchtrennen. Danach das Gerät einerordnungsgemäßen Entsorgung zuführen. l Kindern die Benutzung von EVG untersagen. l Gerät nur trocken oder mit feuchtem Tuch reinigen. Vorher Netzstecker ziehen. EVGniemals in Wasser tauchen. l Anschlußkabel oder Leuchtenkabel nicht zum Tragen benutzen, nicht über scharfeKanten ziehen, nicht unter Türen quetschen oder anderweitig einklemmen. l Gerät ausschalten, wenn es nicht benötigt wird. Gerät nur unter den in derBedienungsanleitung vorgegebenen Umgebungsbedingungen betreiben.
_______________________________________________________________________ Deutsch________- 5 -LICHTTECHNIK3. Produktbeschreibung Das Elektronische Vorschaltgerät 2,5/4 EB von ARRI bildet eine Funktionseinheit mitallen ARRI 2500W und 4000W Tageslichtscheinwerfern (siehe Abb. 1a, 1b, Seite 13). Es ist für die professionelle Anwendung sowohl in Gebäuden als auch für den Betrieb imFreien geeignet (Schutzklasse IP22, Schutz gegen Tropfwasser). Hinweis: Das elektronische Vorschaltgerät 2,5/4 EB entspricht den geltenden EMV-Vorschriften. Es erfüllt in weiten Bereichen die Grenzwerte der Klasse B, ist aber grundsätzlich unterKlasse A, Gruppe 1 einzustufen.
Anmerkung: Obwohl die Grenzwerte der Klasse A für industrielle und kommerzielleBetriebsräume abgeleitet werden, dürfen die Verwaltungen das Errichten und den Betriebvon Geräten der Klasse A - mit allen dazugehörigen Maßnahmen - auch im Wohnbereichoder in solchen Betrieben erlauben, die direkt an ein öffentliches Niederspannungsnetzangeschlossen sind (DIN EN 55011). Beim Einsatz von Elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) für Metalldampflampenergeben sich eine Reihe von Vorteilen gegenüber den bisherigen Drosselvorschaltgeräten(DVG):l Flickerfreies Lichtl Keine Kamerasynchronisation erforderlichl Typischer Lichteinbruch 3%l Lichtausbeute um ca.
5% erhöhtl Konstante Brennerleistungl Gleichbleibende Farbtemperaturl Stabile, optimale Farbqualität des Lichtesl Einstellung der elektrischen Leistung zwischen 50 und 100%l Netzspannungsschwankungen im zugelassenen Spannungsbereich (siehe technischeDaten auf S. 6) haben keinen Einfluß auf die Lichtstabilitätl Änderungen der Netzfrequenz bis max. 10% bleiben ebenso ohne Einfluß auf dasLichtl Brennerlebensdauer um 20% höherl Geringeres Volumen und Gewicht gegenüber DVG__________________________________________________________________________________________4.
Inbetriebnahme Sämtliche Bedienelemente und Kabelverbindungen sind auf der Frontplatte des EVG angeordnet (siehe Abb. 2, Seite 14). 4. 1 Einschaltvorgangl Prüfen, ob sich der ON/OFF-Schalter in der OFF-Stellung befindetl Geprüfte Leuchte an das EVG anschließenl EVG ans Netz anschließenl Prüfen, ob der Netzautomat eingeschaltet istl Die grüne LED "POWER" auf der Frontplatte leuchtet, wenn Netzspannung anliegtund der Netzautomat eingeschaltet ist. l Schutzleiteranschluß überprüfen: Bei korrektem Schutzleiteranschluß leuchtet diegrüne LED "PE" auf der Frontplatte. Bei nicht korrektem Schutzleiteranschluß EVGsofort vom Netz trennen (Netzstecker ziehen). l ON/OFF-Schalter sowohl am EVG als auch am Scheinwerfer einschalten. Die Lampe startet nach ca. 5 Sekunden. l Die gelbe LED "LAMP" auf der Frontplatte leuchtet, wenn die Zündung der Lampeerfolgreich war.
_______________________________________________________________________ Deutsch________- 6 -LICHTTECHNIK4.2 Einstellung der Lichtintensität.Die Lichtintensität der warmgelaufenen Metalldampflampe kann durch Drehen desDimm-Potentiometers verändert werden. Dabei wird die elektrische Lampenleistungzwischen 50% und 100% des Nennwertes eingestellt (linker Poti-Anschlag min., rechterAnschlag max. Leistung).4.3 GeräuschminderungBeim flackerfreien Betrieb der Leuchten können in der Leuchte unerwünschte Geräuscheentstehen, die auf die besondere Betriebsweise zurückzuführen sind. Der "Low Noise"-Schalter erlaubt zwei grundsätzlich verschiedene Betriebsweisen des EVG:1. In der Stellung "Flicker Free" arbeitet das EVG im flackerfreien Modus. DieMetalldampflampe strahlt gleichförmiges Licht aus.2. In der Stellung "50 Hz" bzw.
"60 Hz" wird das Geräusch in der Leuchte starkreduziert.Das Licht ist jetzt nicht mehr flackerfrei !In dieser Betriebsweise gilt die gleiche Einschränkung für die Filmgeschwindig-keitwie sie auch beim Drosselbetrieb mit 50Hz (24/25 fps) bzw. 60Hz (30 fps)Netzfrequenz Gültigkeit hat.Alle anderen Vorteile der Elektronischen Vorschaltgeräte bleiben jedoch erhalten.Hinweis: Mit dem Hand-Meßgerät P.R.O.F. kann im Zweifelsfall die Flackerfreiheitbzw. Frequenz des Lichtes direkt innerhalb weniger Sekunden überprüftwerden.__________________________________________________________________________________________5.
_______________________________________________________________________ Deutsch________- 7 -LICHTTECHNIK6. Störungssuche 6. 1 Wird das EVG mit der richtigen Netzspannung versorgt. Der zulässige Bereich istauf dem Typenschild vermerkt. EVG für mehrere Netzspannungsbereiche schaltenautomatisch um. 6. 2 Ist das EVG mit der richtigen Leistungsklasse an den Scheinwerfer angeschlossen. 6. 3. EVG ans Netz anschließen und den Schutzleiteranschluß am Vorschaltgerät prüfen. 6. 4. Scheinwerfer an das ausgeschaltete EVG anschließen. Dann ON/OFF-Schaltereinschalten. WARTEN. Nach ungefähr 5 Sekunden sollte die Lampe starten. 6. 5. Wenn die Lampe nicht zündet, ist möglicherweise die Sicherheitsschleife durch denScheinwerfer unterbrochen - es ist zu prüfen, ob die Leuchtentür richtig geschlossen unddie Fresnellinse korrekt positioniert ist. 6.
6 Ist das EVG an einer stabilen und ausreichend bemessenen Netzversorgungangeschlossen. 6. 7 Ist der Sicherungsautomat am EVG eingeschaltet. 6. 8 Wenn die Kombination Vorschaltgerät/Verlängerungskabel/Leuchte nicht startet,kann der Fehler in jeder der drei Einheiten vorliegen. Eine verdächtige Leuchte solltenicht mit einem anderen EVG erneut gestartet werden - andernfalls könnten zweizerstörte EVG das Ergebnis sein. Um zu Prüfen, ob ein EVG funktionstüchtig ist, isteine geprüfte Leuchte direkt ohne Verlängerungskabel an das EVG zu schalten. 6. 9 Wenn das EVG nach einigen Minuten abschaltet, können verschiedene Ursachenvorliegen. l Die Lampe selbst kann fehlerhaft sein oder das Ende ihrer Lebensdauer erreichthaben.
l Die Thermoschalter im EVG könnten aktiviert sein, weil die Umgebungs-temperaturzu hoch ist oder das EVG direkter Sonnenbestrahlung in heißer Umgebungausgesetzt wurde (LED "TEMP" auf der Frontplatte leuchtet). Auch könnte der freieZu- und Ablauf der Kühlluft im EVG verhindert sein. In diesen Fällen kann das EVGnach Abkühlung und Beseitigung der Ursache für die Überhitzung wieder gestartetwerden.
l Darüber hinaus kann sich das EVG, zum Schutz vor Zerstörung, abschalten, wenndie Netzspannung zu hoch, zu niedrig oder mit Spannungsspitzen überlagert ist. Beim Generatorbetrieb sollte die Generatorspannung zwischen 95 V und 120 V bzw. 185 V und 245 V geregelt sein. Schaltet das EVG durch einen kurzzeitigenNetzausfall ab, genügt das Aus- und Wiedereinschalten des EVG, um die Lampeerneut zu starten. l Defekte in der Leuchte wie z. B. ein Erdschluß können ebenso zur Abschaltungführen. In diesem Fall ist das EVG mit einer geprüften Leuchte zu testen. Wenn einVerlängerungskabel defekt erscheint, ist es unbedingt durch ein geprüftes Kabelauszutauschen. Wenn ein EVG ausgefallen ist, sollte es idealerweise zusammen mit Verlängerungskabelund Leuchte vom ARRI-Service geprüft werden.
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