Vaillant geoTHERM plus 82-2 Bedienungsanleitung

Vaillant Wärmepumpe geoTHERM plus 82-2

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geoTHERM plus
VWS 62/2
VWS 82/2
VWS 102/2
VWW 62/2
VWW 82/2
VWW 102/2
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Produktspezifikationen

Marke: Vaillant
Kategorie: Wärmepumpe
Modell: geoTHERM plus 82-2

Bedienungsanleitung Vaillant geoTHERM plus 82-2 – Volltext

InhaltsverzeichnisBedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_022InhaltsverzeichnisAllgemeines. 3Typenschild. 31 Hinweise zur dieser Anleitung. 31. 1 Mitgeltende Unterlagen. 31. 2 Aufbewahrung der Unterlagen. 31. 3 Verwendete Symbole. 31. 4 Gültigkeit der Anleitung. 42. Sicherheitshinweise. 42. 1 Kältemittel. 42. 2 Veränderungsverbot. 43 Hinweise zu Installation und Betrieb. 53. 1 Bestimmungsgemäße Verwendung. 53. 2 Anforderungen an den Aufstellort. 53. 3 Reinigung und Pflege. 53. 4 Betriebszustand der Wärmepumpe kontrollieren. 53. 4. 1 Fülldruck der Heizungsanlage. 53. 4. 2 Füllstand und Fülldruck des Solekreislaufes (nur bei Wärmepumpentyp VWS). 63. 4. 3 Kondensatanfall (Schwitzwasser). 63. 5 Energiespartipps. 73. 5. 1 Allgemeine Energiespartipps. 73. 5. 2 Einsparmöglichkeiten durch den richtigen Einsatz der geoTHERM plus Regelung. 73. 6 Recycling und Entsorgung. 83. 6.

1 Gerät. 83. 6. 2 Verpackung. 83. 6. 3 Kältemittel. 84 Geräte- und Funktionsbeschreibung. 94. 1 Funktionsprinzip. 94. 2 Funktionsweise des Kältemittelkreislaufes. 94. 3 Automatische Zusatzfunktionen. 104. 4 Aufbau der Wärmepumpe geoTHERM plus. 104. 4. 1 Baugruppen geoTHERM plus VWS (Sole/Wasser). 124. 4. 2 Baugruppen geoTHERM plus VWW (Wasser/Wasser). 125 Bedienung. 135. 1 Den Regler kennen lernen und bedienen. 135. 2 Menüs und Parameter einstellen. 145. 3 Reglerbeschreibung. 155. 3. 1 Mögliche Anlagenkreise. 155. 3. 2 Energiebilanzregelung. 155. 3. 3 Ladeprinzip Pufferspeicher. 155. 3. 4 Auf Werkseinstellungen zurücksetzen. 155. 3. 5 Reglerstruktur. 155. 3. 6 Energiesparfunktionen einstellen. 165. 4 Ablaufdiagramm. 175. 5 Displays der Betreiberebene. 185. 6 Sonderfunktionen. 245. 7 Inbetriebnahme der Wärmepumpe. 265. 8 Außerbetriebnahme der Wärmepumpe. 265. 9 Inspektion. 265.

Die Konformität mit den zutreffenden Normen wurde nachgewiesenDachgütesiegelVDE Siegel und geprüfte SicherheitMit der CE-Kennzeichnung bestätigen wir als Geräte-hersteller, dass die Geräte der Baureihe geoTHERM plus die Anforderungen der Richtlinie über die elektromagne-tische Verträglichkeit (Richtlinie 89/336/EWG des Rates) erfüllen. Die Geräte erfüllen die grundlegenden Anforderungen der Nieder spannungsrichtlinie (Richtlinie 73/23/EWG des Rates). Des Weiteren erfüllen die Geräte die Anforderungen der EN 14511 (Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern, Heizen, Anforderungen an Geräte für die Raumheizung und zum Erwärmen von Trinkwasser) sowie die EN 378 (sicherheitstechnische und umwelt-relevante Anforderungen an Kälteanlagen und Wärme-pumpen). TypenschildBei der Wärmepumpe geoTHERM plus ist ein Typen-schild innen auf dem Bodenblech angebracht.

Eine Ty-penbezeichnung befindet sich oben auf dem grauen Rahmen der Säule (siehe auch Kapitel 4. 4, Abb. 4. 3). In Kapitel 6. 3 und 6. 4, Anhang, befinden sich für den tech-nisch interessierten Kunden eine Typenschild-Abbildung und eine Tabelle zur Erklärung der abgebildeten Typen-schild-Symbole. 1 Hinweise zur dieser AnleitungDie vorliegende Anleitung enthält wichtige Informati-onen zur sicheren und sachgerechten Bedienung für den Betrieb Ihrer Wärmepumpe. 1.

1 Mitgeltende UnterlagenFür den Anlagenbetreiber:Garantiekarte DE Nr. 804593Garantiekarte AT Nr. 804507Für den Fachhandwerker:Installationsanleitung geoTHERM plus Nr. 0020029426Gegebenenfalls gelten auch die weiteren Anleitungen aller verwendeten Zubehöre und Regler. 1. 2 Aufbewahrung der UnterlagenBewahren Sie bitte diese Bedienungsanleitung sowie alle mitgeltenden Unterlagen gut auf, damit sie bei Bedarf zur Verfügung stehen. Sie können die Unterlagen innerhalb der Säulen-abdeckung aufbewahren. Übergeben Sie bei Auszug oder Verkauf die Unterlagen an den Nachfolger. Abb. 1. 1 Säulenabdeckung entfernenAllgemeinesHinweise zur dieser Anleitung 1DE, AT,CHDE.

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_0241. 3 Verwendete SymboleIn dieser Bedienungsanleitung werden folgende Symbole zur Gefahrenklassifizierung, für Hinweise, Aktivitäten und Energiespartipps verwendet. d Gefahr. Unmittelbare Gefahr für Leib und Leben. H Gefahr. Verbrennungs- und Verbrühungsgefahr. a Achtung. Mögliche gefährliche Situation für Pro-dukt und Umwelt. h Hinweis. Nützliche Informationen und Hinweise. Dieses Symbol weist Sie auf Energiespartipps hin. Diese Einstellung können Sie u. a. über die Regelung Ihrer Wär-mepumpe realisieren. • Symbol für eine erforderliche Aktivität1. 4 Gültigkeit der AnleitungDiese Anleitung gilt ausschließlich für Wärmepumpen und deren Typbezeichnungen die in Tab. 1. 1 aufgelistet sind. 2.

SicherheitshinweiseBeachten Sie bitte bei der Bedienung der Wärmepumpe die folgenden Sicherheitshinweise und Vorschriften:• Lassen Sie sich von Ihrem Fachhandwerksbetrieb aus-führlich in die Bedienung der Wärmepumpe einweisen. • Lesen Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig durch. • Führen Sie nur Tätigkeiten aus, die in dieser Bedie-nungsanleitung beschrieben sind. d Gefahr. Verbrennungsgefahr durch Kontakt mit Bauteilen der Wärmepumpe. An Bauteilen der Wärmepumpe können hohe Temperaturen auftreten. • Berühren Sie keine unisolierten Leitun- gen der Wärmepumpe. • Entfernen Sie keine Verkleidungsteile (Säulenabdeckung ausgenommen, siehe Kapitel 1. 2). 2. 1 KältemittelDie Wärmepumpe wird mit Betriebsfüllung von Kälte-mittel R 407 C geliefert. Dies ist ein chlorfreies Kälte-mittel, das die Ozonschicht der Erde nicht beeinflusst.

R 407 C ist weder feuergefährlich noch besteht Explo-sionsgefahr. d Gefahr. Verletzungsgefahr durch Erfrierungen bei Kontakt mit Kältemittel R 407 C. Austretendes Kältemittel kann bei Berüh-ren der Austrittstelle zu Erfrierungen füh-ren:• Bei Undichtigkeiten im Kältemittelkreis- lauf Gase und Dämpfe nicht einatmen.

• Haut- und Augenkontakt vermeiden. h Hinweis. Bei normaler Benutzung und normalen Be-dingungen gehen keine Gefahren vom Käl-temittel R 407 C aus. Bei unsachgemäßer Verwendung kann es jedoch zu Verlet-zungen und Schäden kommen. 2. 2 Veränderungsverbotd Gefahr. Verletzungsgefahr durch unsachgemäße Veränderungen. • Nehmen Sie unter keinen Umständen selbst Eingriffe oder Veränderungen an der Wärmepumpe oder anderen Teilen der Heizungs- und Warmwasseranlage vor. Das Veränderungsverbot gilt für:— die geoTHERM plus Wärmepumpen,— das Umfeld der geoTHERM plus Wärmepumpen,— die Zuleitungen für Wasser und Strom. Für Änderungen an der Wärmepumpe oder im Umfeld müssen Sie einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb hinzuziehen. • Zerstören oder entfernen Sie keine Verplombungen und Sicherungen von Bauteilen.

Nur anerkannte Fach-handwerker und der Werkskundendienst sind authori-siert, verplombte und gesicherte Bauteile zu verän-dern. 1 Hinweise zur dieser Anleitung2 Sicherheitshinweise.

5Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_023 Hinweise zu Installation und BetriebDie Vaillant Wärmepumpen vom Typ geoTHERM plus sind nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicher heitstechnischen Regeln gebaut und müssen von einem qualifizierten Fachhandwerker unter Berücksichti-gung der bestehenden Vorschriften, Regeln und Richtli-nien installiert werden. d Gefahr. Lebensgefahr durch unqualifiziertes Personal. Die Installation, Inspektion und Instandset-zung darf nur von einem Fachhandwerker durchgeführt werden. Insbesondere Arbei-ten an den elektrischen Teilen und am Käl-temittelkreislauf erfordern eine entspre-chende Qualifikation. 3. 1 Bestimmungsgemäße VerwendungDie Vaillant Wärmepumpen sind nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut.

Dennoch können bei unsachgemäßer oder nicht bestimmungsgemäßer Verwendung Gefahren für Leib und Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Be-einträchtigungen des Gerätes und anderer Sachwerte entstehen. Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Personen (einschließlich Kinder) mit eingeschränkten physischen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden, es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen, wie das Gerät zu benutzen ist. Kinder müssen beaufsichtigt werden, um sicherzustel-len, dass sie nicht mit dem Gerät spielen. Die Geräte sind als Wärmeerzeuger für geschlossene Warmwasser-Zentralheizungsanlagen und für die Warm-wasserbereitung vorgesehen. Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung gilt als nicht bestimmungs-gemäß.

Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch das Beachten: — der Bedienungs- und der Installationsanleitung— aller weiteren mitgeltenden Unterlagen — der Einhaltung der Inspektions- und Pflegebedin-gungen. d Gefahr. Lebensgefahr durch unsachgemäße Verwendung der Anlage. Bei un sachgemäßer oder nicht bestim-mungsgemäßer Verwen dung können Ge-fahren für Leib und Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen der Geräte und anderer Sachwerte entste-hen. 3. 2 Anforderungen an den AufstellortDer Aufstellort muss so bemessen sein, dass die Wärme-pumpe ordnungsgemäß installiert und gepflegt werden kann. • Fragen Sie Ihren Fachhandwerker, welche aktuell gül-tigen nationalen baurechtlichen Vorschriften zu be-achten sind. Der Aufstellort muss trocken und durchgängig frost-sicher sein. 3.

3 Reinigung und Pflege Verwenden Sie keine Scheuer oder Reinigungsmittel, die die Verkleidung beschädigen könnten. h Hinweis. • Reinigen Sie die Verkleidung Ihrer Wärmepumpe mit einem feuchten Tuch und etwas Seife. 3. 4 Betriebszustand der Wärmepumpe kontrollie-renIm Unterschied zu Wärmeerzeugern fossiler Energie sind bei der Vaillant Wärmepumpe geoTHERM plus keine aufwendigen Wartungsarbeiten notwendig. h Hinweis. • Lassen Sie Ihre Anlage durch einen Fachhandwerksbetrieb regelmäßig überprüfen, um einen wirtschaftlichen Betrieb Ihrer Wärmepumpe sicherzustellen. Hinweise zu Installation und Betrieb 3DE, AT,CHDE.

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_0263. 4. 1 Fülldruck der HeizungsanlageKontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen den Füll-druck der Heizungsanlage. Sie können den Fülldruck Ihrer Heizungsanlage im Regler der Wärmepumpe able-sen (siehe Kap. 5. 5), er sollte zwischen 1 und 2 bar be-tragen. Fällt der Wasserdruck unter 0,5 bar, wird die Wärmepumpe automatisch abschaltet und eine Fehler-meldung angezeigt. a Achtung. Beschädigungsgefahr durch auslau-fendes Wasser bei Undichtigkeit der An-lage. • Schließen Sie bei Undichtigkeiten im Warmwasserlei tungsbereich sofort das Kaltwasser-Absperrventil. • Schalten Sie bei Undichtigkeiten in der Heizungsanla ge die Wärmepumpe aus, um ein weiteres Auslaufen zu verhin- dern. • Lassen Sie die Undichtigkeiten durch einen Fachhand werker beheben. h Hinweis. Das Kaltwasser-Absperrventil ist nicht im Lieferumfang der Wärmepumpe enthalten.

Es wird bauseitig durch Ihren Fachhand-werker installiert. Dieser erklärt Ihnen die Lage und die Handhabung des Bauteils. 3. 4. 2 Füllstand und Fülldruck des Solekreislaufes (nur bei Wärmepumpentyp VWS)Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen den Sole-stand bzw. Soledruck des Solekreislaufes. Sie können den Fülldruck des Solekreislaufes („Druck Wärmequel-le“) im Regler der Wärmepumpe ablesen (siehe Kap. 5. 5), er sollte zwischen 1 und 2 bar betragen. Fällt der Soledruck unter 0,2 bar wird die Wärmepumpe automa-tisch abschaltet und eine Fehlermeldung angezeigt. a Achtung. Beschädigungsgefahr durch auslaufende Soleflüssigkeit bei Undichtigkeit der An-lage. • Schalten Sie bei Undichtigkeiten im So- lekreislauf die Wärmepumpe aus, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern. • Lassen Sie die Undichtigkeiten durch einen Fachhand werker beheben. a Achtung.

3 Kondensatanfall (Schwitzwasser)Der Verdampfer, die Solepumpen, Rohrleitungen im Wärmequellenkreis sowie Teile des Kältemittelkreislaufs sind im Inneren der Wärmepumpe isoliert, damit kein Kondensatwasser anfallen kann. Sollte doch einmal im geringen Umfang Kondensatwasser anfallen, wird dieses durch die Kondensatwanne aufgefangen. Die Kondensat-wanne befindet sich im inneren, unteren Teil der Wär-mepumpe (siehe Abb. 4. 5 und 4. 6). Durch die Wärme-entwicklung im Inneren der Wärmepumpe verdunstet das anfallende Kondensatwasser in der Kondensatwan-ne. Geringe Mengen des anfallenden Kondensatwassers können unter der Wärmepumpe abgeleitet werden. In geringen Mengen anfallendes Kondensatwasser ist des-halb kein Fehler der Wärmepumpe. 3 Hinweise zu Installation und Betrieb.

7Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_023. 5 EnergiespartippsNachfolgend erhalten Sie wichtige Tipps, die Ihnen hel-fen, Ihre Wärmepumpenanlage energie- und kostenspa-rend zu betreiben. 3. 5. 1 Allgemeine EnergiespartippsSie können durch Ihr allgemeines Verhalten schon Ener-gie sparen, indem Sie:— Richtig lüften: Das Fenster oder die Fenstertüre nicht kippen, son-dern 3-4 mal täglich für 15 Minuten die Fenster weit öffnen und während des Lüftens die Thermostatven-tile oder Raumtemperaturregler herunterdrehen. — Die Heizkörper nicht zustellen, damit die erwärmte Luft im Raum richtig zirkulieren kann. — Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG) einsetzen. Durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG) wird stets der optimale Luftwechsel im Gebäu-de sichergestellt (Fenster müssen zum Zwecke des Lüftens deshalb nicht geöffnet werden).

Gegebenen-falls lässt sich die Luftmenge an der Fernbedienung des Lüftungsgeräts auf die individuellen Anforde-rungen anpassen. — Prüfen, ob Fenster und Türen dicht sind und nachts Fensterläden und Jalousien geschlossen halten, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. — Wenn als Zubehör noch ein Fernbediengerät VR90 in-stalliert ist, verstellen Sie dieses Regelgerät nicht durch Möbel etc. , damit es die zirkulierende Raumluft ungehindert erfassen kann. — Bewusster mit Wasser umgehen, z. B. : Duschen statt Baden, Dichtungen bei tropfenden Wasserhähnen um-gehend erneuern. 3. 5. 2 Einsparmöglichkeiten durch den richtigen Einsatz der geoTHERM plus RegelungWeitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich durch den richtigen Einsatz der Regelung Ihrer Wärmepumpe.

Die Regelung der Wärmepumpe ermöglicht Ihnen Ein-sparungen durch:— Die richtige Wahl der Heizungs-Vorlauftemperatur: Die Heizungs-Vorlauftemperatur ist abhängig von der Raumtemperatur des Heizungssystems.

Wählen Sie daher die Raumtemperatur nur so hoch, dass diese für Ihr Behaglichkeitsempfinden gerade ausreicht. Norma-lerweise ca. 20 °C. Jedes Grad darüber hinaus bedeu-tet einen erhöhten Energieverbrauch von etwa 6% im Jahr. — Für Fußbodenheizungen sind Heizkurven < 0,4 anzu-wenden. Radiatorenheizungen sollten so ausgelegt sein, dass sie bei tiefster Außentemperatur mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 50 °C auskommen; dies entspricht Heizkurven < 0,7. — Eine angemessene Einstellung der Warmwassertempe-ratur: Das warme Wasser nur soweit aufheizen, wie es für den Gebrauch notwendig ist. Jede weitere Erwärmung führt zu unnötigem Energieverbrauch, Warmwasser-Temperaturen von mehr als 60 °C führen außerdem zu verstärktem Kalkausfall.

Wir empfehlen die Warm-wasserbereitung ohne die elektrische Zusatzheizung zu realisieren; dadurch ist die maximale Warmwasser-temperatur durch die Hochdruckabschaltung im Kälte-kreis der Wärmepumpe vorgegeben. Diese Abschal-tung entspricht einer max. Warmwassertemperatur von ca. 58 °C. — Einstellung von individuell angepassten Heizzeiten. — Die Betriebsart richtig wählen: Für die Zeiten Ihrer Nachtruhe und Abwesenheit emp-fehlen wir Ihnen, die Heizung auf Absenkbetrieb zu schalten. — Gleichmäßig Heizen: Durch ein sinnvoll gestaltetes Heizprogramm errei-chen Sie, dass alle Räume Ihrer Wohnung gleichmäßig und entsprechend ihrer Nutzung beheizt werden.

— Thermostatventile einsetzen: Mit Hilfe von Thermostatventilen in Verbindung mit einem Raumtemperaturregler (oder witterungsgeführ-tem Regler) können Sie die Raumtemperatur Ihren in-dividuellen Bedürfnissen anpassen und erzielen eine wirtschaftliche Betriebsweise Ihrer Heizungsanlage. — Die Betriebszeiten der Zirkulationspumpe sollten an den tatsächlichen Bedarf optimal angepasst werden. — Fragen Sie Ihren Fachhandwerksbetrieb. Er stellt Ihre Heizungsanlage nach Ihren persönlichen Bedürfnissen ein.

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_0283.6 Recycling und EntsorgungSowohl Ihre Wärmepumpe, als auch alle Zubehöre und die zugehörigen Transportverpackungen bestehen zum weitaus überwiegenden Teil aus recyclefähigen Roh-stoffen und gehören nicht in den Hausmüll.h Hinweis!Beachten Sie bitte die geltenden natio-nalen gesetzlichen Vorschriften.• Sorgen Sie dafür, dass das Altgerät und ggf. vorhandene Zubehöre einer ord- nungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden.a Achtung!Umweltgefährdung durch nicht fachge-rechte Entsorgung!• Entsorgen Sie das Kältemittel in speziellen Anlagen, bevor Sie die Wärmepumpe entsorgen.3.6.1 GerätIst Ihre Wärmepumpe mit diesem Zeichen ge-kennzeichnet, dann gehört es nach Ablauf der Nutzungsdauer nicht in den Hausmüll.

Da diese Wärmepumpe nicht unter das Ge-setz über das Inverkehrbringen, die Rücknah-me und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätege-setz-ElektroG) fällt, ist eine kostenlose Entsorgung bei einer kommunalen Sammelstelle nicht vorgesehen.3.6.2 VerpackungDie Entsorgung der Transportverpackung überlassen Sie bitte dem Fachhandwerksbetrieb, der das Gerät instal-liert hat.3.6.3 KältemittelDie Vaillant Wärmepumpe ist mit dem Kältemittel R 407 C gefüllt.d Gefahr!Verletzungsgefahr durch Erfrierungen bei Kontakt mit Kältemittel R 407 C!Austretendes Kältemittel kann bei Berüh-ren der Austrittstelle zu Erfrierungen füh-ren:• Bei Undichtigkeiten im Kältemittelkreis lauf Gase und Dämpfe nicht einatmen.• Haut- und Augenkontakt vermeiden.• Das Kältemittel nur durch qualifiziertes Fachpersonal entsorgen lassen.h Hinweis!Bei normaler Benutzung und normalen Be-dingungen gehen keine Gefahren vom Käl-temittel R 407 C aus.

9Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_024 Geräte- und Funktionsbeschreibung4. 1 FunktionsprinzipWärmepumpenanlagen bestehen aus getrennten Kreis-läufen, in denen Flüssigkeiten oder Gase die Wärme von der Wärmequelle zum Heizungssystem transportieren. Da diese Kreisläufe mit unterschiedlichen Medien (Sole/Wasser, Kältemittel und Heizungswasser) arbeiten, sind sie über Wärmetauscher miteinander gekoppelt. In die-sen Wärmetauschern geht Wärme von einem Medium mit hoher Temperatur auf ein Medium mit niedrigerer Tempe ra tur über. Die Vaillant Wärmepumpe geoTHERM plus kann von un-terschiedlichen Wärmequellen, wie z. B. Erdwärme (geoTHERM plus VWS) oder Grundwasser (geoTHERM plus VWW) gespeist werden. 3/4 Umweltenergie 4/4 Heizenergie1/4 ElektroenergieAbb. 4.

1 Nutzung von Wärmequellen wie Erdwärme oder Grundwasser Zusatz-heizungWarmwasser-speicherHeizwasserkreislaufWärmequellenkreislaufKältemittelkreislaufWarmwasserKaltwasserUmschaltventilHeizkreispumpeVerflüssigerWärmequelleSolepumpeVerdampferKompressorExpansionsventil 2134Wärmesystem Abb. 4. 2 Funktionsweise der WärmepumpeDas System besteht aus getrennten Kreisläufen, die mit-tels Wärmeüberträgern miteinander gekoppelt sind. Diese Kreisläufe sind:- Der Wärmequellenkreislauf, mit dem die Energie der Wärmequelle zum Kältemittelkreislauf transportiert wird. - Der Kältemittelkreislauf, mit dem durch Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Expandieren Wärme an den Heizwasserkreislauf abgegeben wird. - Der Heizwasserkreislauf, mit dem die Heizung und Warmwasserbereitung des Warmwasserspeichers ge-speist werden. 4.

2 Funktionsweise des KältemittelkreislaufesÜber den Verdampfer (1) ist der Kältemittelkreislauf an die Umweltwärmequelle angebunden und nimmt deren Wärmeenergie auf. Dabei ändert sich der Aggregatzu-stand des Kältemittels, es verdampft.

Über den Verflüs-siger (3) ist der Kältemittelkreislauf mit dem Heizsystem verbunden, an das er die Wärme wieder abgibt. Dabei wird das Kältemittel wieder flüssig, es kondensiert. Da Wärmeenergie nur von einem Körper höherer Tem-peratur auf einen Körper niedrigerer Temperatur über-gehen kann, muss das Kältemittel im Verdampfer eine niedrigere Temperatur als die Umweltwärmequelle be-sitzen. Dage gen muss die Temperatur des Kältemittels im Kon den sator höher als die des Heizungswassers sein, um die Wärme dort abgeben zu können. Geräte- und Funktionsbeschreibung 4DE, AT,CHDE.

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_0210Diese unterschiedlichen Temperaturen werden im Kälte-mittelkreislauf über einen Kompressor (2) und ein Expansions ventil (4) erzeugt, die sich zwischen dem Verdampfer und dem Kondensator befinden. Das dampf-förmige Kälte mittel strömt vom Verdampfer kommend in den Kom pres sor und wird von diesem verdichtet. Dabei steigen der Druck und die Tem peratur des Kälte-mitteldampfes stark an. Nach diesem Vorgang strömt es durch den Kondensator, in dem es seine Wärme durch Kondensation an das Heizungs was ser abgibt. Als Flüs-sigkeit strömt es dem Expansions ventil zu, darin ent-spannt es sich stark und verliert dabei extrem an Druck und Temperatur. Diese Temperatur ist jetzt niedriger als die der Sole bzw. des Wassers, das durch den Verdamp-fer strömt.

Das Kältemittel kann dadurch im Verdampfer neue Wärme auf nehmen, wobei es wieder verdampft und zum Kompressor strömt. Der Kreislauf beginnt von vorn. Bei Bedarf kann über den integrierten Regler die Elek-tro-Zusatzheizung ggf. zugeschaltet werden. Um Kondensatanfall im Geräteinneren zu verhindern, sind die Leitungen des Wärmequellenkreislaufs und des Kältemittelkreislaufs kälteisoliert. Sollte doch Kondensat auftreten, wird es in einer Kondensatwanne (siehe Abb. 4. 5 und 4. 6) gesammelt und unter das Gerät geleitet. Tropfenbildung unter dem Gerät ist also möglich. 4. 3 Automatische ZusatzfunktionenFrostschutzIhr Regelgerät ist mit einer Frostschutzfunktion ausge-stattet. Diese Funktion stellt in allen Betriebsarten den Frostschutz Ihrer Heizungsanlage sicher.

Sinkt die Außentemperatur unter einen Wert von +3 °C, dann wird automatisch für jeden Heizkreis die einge-stellte Absenktemperatur vorgegeben. SpeicherfrostschutzDiese Funktion startet automatisch, wenn die Speicher-Ist-Temperatur unter 10 °C sinkt. Der Speicher wird dann auf 15 °C geheizt.

Diese Funktion ist auch in den Betriebs arten „Aus“ und „Auto“ aktiv, unabhängig von Zeitprogrammen. Überprüfung der externen SensorenDurch die von Ihnen bei der Erstinbetriebnahme angege-bene hydraulische Grundschaltung sind die notwendigen Sensoren festgelegt. Die Wärmepumpe überprüft stän-dig automatisch, ob alle Sensoren installiert und funkti-onsfähig sind. Heizwassermangel-SicherungEin analoger Drucksensor überwacht einen möglichen Wassermangel und schaltet die Wärmepumpe aus, wenn der Wasserdruck unter 0,5 bar Manometerdruck liegt. Der Drucksensor schaltet die Wärmepumpe wieder ein, wenn der Wasserdruck über 0,7 bar Manometerdruck liegt. Solemangel-Sicherung (nur VWS)Ein analoger Drucksensor überwacht einen möglichen Solemangel und schaltet die Wärmepumpe aus, wenn der Soledruck einmalig unter 0,2 bar Manometerdruck sinkt und im Fehlerspeicher wird der Fehler 91 ange-zeigt.

Die Wärmepumpe schaltet automatisch wieder ein, wenn der Soledruck über 0,4 bar Manometerdruck ansteigt. Wenn der Soledruck für die Dauer von mehr als einer Minute unter 0,6 bar Manometerdruck sinkt erscheint im Menü 1 eine Warnmeldung. Fußbodenschutzschaltung bei allen Hydrauliken ohnePufferspeicher (bei Hydraulikplan 3)Wenn die im Fußbodenheizkreis gemessene Heizungs-Vorlauftemperatur kontinuierlich für die Dauer von mehr als 15 Minuten einen Wert überschreitet, schaltet sich die Wärme pumpe mit der Fehlermeldung 72 ab. Wenn die Heizungs-Vorlauftemperatur wieder unter die-sen Wert gesunken ist und der Fehler zurückgesetzt wurde, schaltet sich die Wärmepumpe wieder ein. a Achtung. Beschädigungsgefahr für den Fußboden. Stellen Sie den Wert für die Fußboden-schutzschaltung nur so hoch ein, dass be-heizte Fußböden nicht durch zu hohe Tem-peraturen beschädigt werden.

Pumpenblockier- und VentilblockierschutzUm das Festsitzen von Heizungs-, Zirkulations-, Sole-pumpe oder des Umschaltventils Warmwasser UV1 zu verhindern, werden jeden Tag die Pumpen und das Ven-til, die 24 h lang nicht in Betrieb waren, nach einander für die Dauer von ca. 20 sec eingeschaltetPhasenüberwachungDie Reihenfolge und das Vorhandensein der Phasen (Rechtsdrehfeld) der 400-V-Spannungsversorgung wird bei Erstinbe trieb nahme und während des Betriebs konti-nuierlich überprüft. Wenn die Reihenfolge nicht korrekt ist oder eine Phase ausfällt, dann erfolgt eine Fehlerab-schaltung der Wärmepumpe, um eine Beschädigung des Kompressors zu vermeiden. EinfrierschutzfunktionDie Austrittstemperatur der Wärmequelle wird laufend gemessen. Sinkt die Wärmequellenaustritts temperatur unter einen bestimmten Wert, schaltet der Kompressor mit der Fehlermeldung 20 bzw. 21 vorübergehend ab (siehe Kap.

10. 4). Treten diese Fehler dreimal in Folge auf erfolgt eine Fehlerabschaltung (siehe Kap. 10. 5). Für die geoTHERM VWS Wärmepumpen können Sie den Wert (Werkseinstellung -10 °C) für den Einfrierschutz im Installations assistent A4 einstellen. 4 Geräte- und Funktionsbeschreibung.

11Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_024.4 Aufbau der Wärmepumpe geoTHERM plusIn die geoTHERM plus-Wärmepumpe integriert ist ein Trinkwasserspeicher von 175 Litern Inhalt. Die Wärme-pumpe ist in den unten aufgeführten Typen lieferbar. Die Wärmepumpen-Typen unterscheiden sich vor allem in der Leistung.Typ Heizleistung (kW)Sole-Wasser-Wärmepumpen (S0/W35)VWS 62/2 5,9VWS 82/2 8,0VWS 102/2 10,4Wasser-Wasser-Wärmepumpen (W10/W35)VWW 62/2 8,2VWW 82/2 11,6VWW 102/2 13,9Tab. 4.1 VWS-/VWW-Typenübersicht231Abb. 4.3 Vorderansicht VWS/VWWLegende zu Abb. 4.31 Aufkleber mit Typenbezeichnung der Wärmepumpe2 Bedienkonsole3 Montageblech vrnetDIALOG (hinter der Säulenabdeckung)431265987Abb. 4.4 Rückansicht VWS/VWWLegende zu Abb.

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_02124.4.1 Baugruppen geoTHERM plus VWS (Sole/Wasser)12345678910111213141615171918Abb. 4.5 VWS – Ansicht vorne geöffnetLegende zu Abb. 4.51 Leitungsführungskanal2 Trinkwasserspeicher3 Elektroschaltkasten4 Reglerplatine (unter Abdeckblech)5 Anschluss Spannungsversorgung6 Sicherheitstemperaturbegrenzer STB der Zusatzheizung7 Elektrische Zusatzheizung8 3-Wege-Ventil9 Heizkreispumpe10 Füll- und Entleerventil Heizungskreislauf11 Typenschild12 Kompressor13 Griffmulden (an der Unterseite)14 Expansionsventil15 Kondensatwanne16 Füll- und Entleerventil Solekreislauf17 Solepumpe 18 Verdampfer19 Verflüssiger4.4.2 Baugruppen geoTHERM plus VWW (Wasser/Wasser)12345678910121113141516171819Abb. 4.6 VWW – Ansicht vorne geöffnetLegende zu Abb.

4.61 Leitungsführungskanal2 Trinkwasserspeicher3 Elektroschaltkasten 4 Reglerplatine (unter Abdeckblech)5 Anschluss Spannungsversorgung6 Sicherheitstemperaturbegrenzer STB der Zusatzheizung7 Elektrische Zusatzheizung8 3-Wege-Ventil9 Heizkreispumpe10 Füll- und Entleerventil Heizungskreislauf11 Typenschild12 Kompressor13 Griffmulden (an der Unterseite)14 Expansionsventil15 Kondensatwanne16 Füll- und Entleerventil Wärmequellenkreislauf17 Strömungsschalter Wärmequellenkreislauf18 Verdampfer19 Verflüssiger4 Geräte- und Funktionsbeschreibung

13Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_025 Bedienung5.1 Den Regler kennen lernen und bedienenDie gesamte Programmierung der Wärmepumpe erfolgt über die beiden Einsteller ( und ) des Reglers. Dabei dient der Ein steller zur Auswahl des Parame-ters (durch Drücken) und zum Verändern der Parameter(durch Drehen). Der Ein steller dient zur Auswahl des Menüs (durch Drehen) sowie zur Aktivierung von Son-derfunktionen (durch Drücken).Tag wählen213456Abb. 5.1 BedienübersichtLegende1 Menübezeichnung2 Cursor, zeigt den gewählten Parameter an3 Menünummer4 Einsteller , Parameter stellen (drehen), Parameter wählen (drücken)5 Einsteller , Menü wählen (drehen), Sonderbetriebsart aktivieren (drücken)6 Informationszeile (im Beispiel eine Handlungsaufforderung) Typischer Bedienablauf (Betreiberebene)• Drehen Sie den Einsteller , bis Sie das erforderliche Menü aus gewählt haben.

15Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_025. 3 ReglerbeschreibungDer Fachhandwerker hat bei der Inbetriebnahme alle Be-triebsparameter auf voreingestellte Werte gesetzt, so dass die Wärmepumpe optimal arbeiten kann. Sie kön-nen jedoch nachträglich die Betriebsarten und Funkti-onen individuell einstellen und anpassen. 5. 3. 1 Mögliche AnlagenkreiseDer Regler kann folgende Anlagenkreise steuern:– einen Heizkreis,– einen indirekt beheizten Warmwasserspeicher,– eine Warmwasser-Zirkulationspumpe,– einen Pufferkreis. Zur Systemerweiterung können Sie mit Hilfe eines Puf-ferkreises bis zu sechs zusätzliche Mischerkreismodule VR 60 (Zubehör) mit je zwei Mischer krei sen anschlie-ßen. Programmiert werden die Mischerkreise über den Reg-ler an der Bedien konsole der Wärmepumpe.

Zur komfortableren Bedienung können Sie für die ersten acht Heizkreise die Fernbediengeräte VR 90 anschlie-ßen. 5. 3. 2 EnergiebilanzregelungDie Energiebilanzregelung gilt nur für Hydrauliken ohne Pufferspeicher. Für einen wirtschaftlichen und störungsfreien Betrieb einer Wärmepumpe ist es wichtig, den Start des Kom-pressors zu reglementieren. Der Anlauf des Kompres-sors ist der Zeitpunkt, in dem die höchsten Belastungen auftreten. Mit Hilfe der Energiebilanzregelung ist es möglich, Starts der Wärmepumpe zu minimieren, ohne auf den Komfort eines behaglichen Raumklimas zu ver-zichten. Wie bei anderen witterungsgeführten Heizungsreglern bestimmt der Regler über die Erfassung der Außentem-peratur mittels einer Heizkurve eine Vorlauf-Solltempe-ratur.

Die Energiebilanzberechnung erfolgt aufgrund dieser Vorlauf-Solltemperatur und der Vorlauf-Isttempe-ratur, deren Differenz pro Minute gemessen und auf-summiert wird:1 Gradminute [°min] = 1 KTemperaturdifferenz im Verlauf von 1 Minute (K = Kelvin)Bei einem bestimmten Wärmedefizit startet die Wärme-pumpe und schaltet erst wieder ab, wenn die zugeführte Wärmemenge gleich dem Wärmedefizit ist.

Je größer der eingestellte negative Zahlenwert ist, desto länger sind die Intervalle, in denen der Kompres-sor läuft bzw. steht. 5. 3. 3 Ladeprinzip PufferspeicherDer Pufferspeicher wird abhängig von der Vorlauftem-peratur Soll geregelt. Die Wärmepumpe heizt, wenn die Temperatur des Pufferspeicher-Kopftemperaturfühlers VF1 kleiner als die Solltemperatur ist. Sie heizt solange, bis der Pufferspeicher- Bodentemperaturfühler RF1 die Solltemperatur plus 2 K erreicht hat. Im Anschluss an eine Warmwasser-Speicherladung wird der Pufferspeicher ebenfalls geladen, wenn die Tempe-ratur des Kopftemperaturfühlers VF1 weniger als 2 K höher ist als die Solltemperatur (vorzeitige Nachladung): VF1 < T VL Soll + 2 K. 5. 3. 4 Auf Werkseinstellungen zurücksetzena Achtung. Versehentliches Löschen der spezi-fischen Einstellungen.

Wenn Sie die Regelung auf die Werkseinstellung zurücksetzen können spezi-fische Einstellungen der Anlage gelöscht werden und die Anlage kann abschalten. Die Anlage kann nicht beschädigt wer-den. • In der Grundanzeige des Grafikdisplays beide Einstel-ler gleichzeitig für min. 5 sec drücken. Danach können Sie auswählen, ob nur Zeitprogramme oder alle Werte auf Werkseinstellung zurückgesetzt wer-den sollen. 5. 3. 5 ReglerstrukturAls Grundanzeige ist ein Grafikdisplay zu sehen. Sie ist der Ausgangspunkt für alle vorhandenen Displays. Wenn Sie beim Einstellen von Werten für einen längeren Zeit-raum keinen Einsteller betätigen, erscheint automatisch wieder diese Anzeige. Die Reglerbedienung ist in vier Ebenen unterteilt:Die Betreiberebene ist für den Betreiber bestimmt. In Kap. 5. 4 werden alle Displays des Reglers übersicht-lich als Ablaufdiagramm dargestellt.

Eine ausführliche Beschreibung der Displays finden Sie im Kap. 5. 5. Die Codeebene (Menü C1 - C9, D1 - D5, I1 - I5 und A1 - A9) ist dem Fachmann vorbehalten und vor unbeabsich-tigtem Verstellen durch einen Code ge schützt.

Als Betreiber können Sie durch die Menüs der Codeebe-ne blättern und die anlagenspezifischen Einstellparame-ter ansehen, die Werte nicht ändern. In den Menüs C1 bis C9 stellt der Fachhandwerker anla-genspezifische Parameter ein. Die Menüs D1 bis D5 ermöglichen dem Fachhandwerker die Wärmepumpe im Diagnosemodus zu betreiben und zu testen. In den Menüs I1 bis I5 erhalten Sie allgemeine Informati-onen zu den Einstellungen der Wärmepumpe. Bedienung 5DE, AT,CHDE.

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_0216Die Menüs A1 bis A9 führen den Fachhandwerker durch das Installations menü, um die Wärmpumpe in Betrieb zu nehmen.Die Anzeige und Auswahl von Sonder funk tionen (z. B. die Sparfunktion) ist auch für den Betreiber möglich. Wie Sie die Sonderfunktionen aktivieren ist in Kap. 5.6 beschrieben.Die vierte Ebene beinhaltet Funktionen zur Optimierung der Anlage und kann nur vom Fachmann über vrDIALOG 810/2 eingestellt werden.5.3.6 Energiesparfunktionen einstellenIn Kap. 5.5 werden auch Einstellungen der Wärmepumpe beschrieben, die zu einer Senkung Ihrer Energiekosten führen. Das wird durch eine optimale Einstellung des witterungsgeführten Energiebilanzreglers der Wärme-pumpe erreicht.Dieses Symbol weist Sie auf diese Energiespartipps hin.5 Bedienung

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_02185.5 Displays der BetreiberebeneNachfolgend werden Ihnen die einzelnen Menüs des Reglers beschrieben und erklärt.Angezeigtes Display BeschreibungGrafikanzeige (Grunddisplay)In dieser Anzeige können Sie den momentanen Zustand des Systems ablesen. Dies wird immer angezeigt, wenn Sie bei Anzeige eines ande-ren Displays für längere Zeit keinen Einsteller betätigt haben.Außentemperatur (hier 10 °C)Quelleneintrittstemperatur: Temperatursensor; im Beispiel 9 °C Unter dem Pfeil wird die Leistung der Wärme-quelle (im Beispiel 10 KW) angezeigt. Der Schwärzungsgrad des Pfeils stellt grafisch die Energieeffizienz der Wärmepumpe unter dem gegebenen Betriebszustand dar. Die Leistung der Wärmequelle ist nicht mit der Heizleistung gleichzusetzen.Die Heizleistung entspricht ca.

der Leistung der Wärmequelle + Kompressorl eistungWenn der Kompressor oder die elektrische Zusatz heizung eingeschaltet ist, wird der Pfeil gefüllt dargestellt.>>> links und rechts blinkt, wenn der Kompressor eingeschaltet ist und dadurch der Umwelt Ener-gie entnommen wird, welche dem Heizsystem zugeführt wird.>>> rechts blinkt, wenn Energie dem Heizsystem zugeführt wird (z. B. nur über Elektro-Zusatz-heizung).Wärmepumpe befindet sich im Heizbetrieb. Au-ßerdem wird die Heizungs-Vorlauftemperatur angezeigt (im Beispiel 30 °C).Symbol zeigt an, dass der Warmwasserspeicher geheizt wird oder sich die Wärmepumpe in Be-reitschaft befindet. Außerdem wird die Tempera-tur im Warmwasserspeicher angezeigt.Tab. 5.1 In der Betreiberebene einstellbare Parameter5 Bedienung

19Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_02Angezeigtes Display BeschreibungEnergieertragsdisplayZeigt für jeden der 12 Monate des aktuellen Jahres die aus der Um-welt gewonnene Energie an (schwarzer Balken). Weiß gefüllte Balken stehen für zukünftige Monate des Jahres, die Balkenhöhe entspricht dem Ertrag des Monats im vergangenen Jahr (Vergleich möglich). Bei Erstinbetriebnahme ist die Balkenhöhe für alle Monate gleich Null, da noch keine Information vorliegt. Die Skalierung (im Beispiel 4000 kWh) passt sich automatisch dem Monats-Höchstwert an.Rechts oben wird die Gesamtsumme des Umweltertrages seit Inbe-triebnahme angezeigt (im Beispiel: 13628 kWh).Mo 21.04.08 16:49 1Vorlauftemp.

IST 28°CHeizanlagendruck 1,2barDruck Wärmequelle 1,4barHeizung nur Komp.WarnmeldungWarnmeldungTag, Datum, Uhrzeit sowie Vorlauftemperatur, Heizanlagendruck und Wärmequellendruck werden angezeigt.Vorlauftemp. IST: Aktuelle Vorlauftemperatur im Gerät.Heizanlagendruck: Drucksensor Heizkreis.Druck Wärmequelle: Druck der Wärmequelle (Drucksensor, Wärme-quellenkreis; Soledruck)Heizung nur Komp.: diese Statusmeldung gibt Auskunft über den ak-tuellen Betriebsstaus. Möglich sind: Heizung nur Komp. Heizung Komp. & ZH Heizung nur ZH Regelabschaltung Heizen Regelabschaltung Warmw. Warmwasser nur Kompr.

Warmwasser nur ZH Sperrzeit Warmwasser Sperrzeit Bereitschaft Schnelltest Frostschutz Heizung Frostschutz Speicher Legionellenschutz Pumpenblockierschutz Estrichtrocknung Entlüftungsbetrieb Störabschaltung: Heizen Fehlerabschaltung: Heizen Störabschaltung: WW Fehlerabschaltung: WW Störung Fehlerabschaltung Wiederanlauf Nachlauf Kompr. Heizen Nachlauf Kompr. WW Rücklauf zu hochBei kritischen Betriebszuständen wird in den beiden unteren Display-zeilen eine Warnmeldung angezeigt. Diese Zeilen sind leer, wenn der Betriebszustand normal ist. Tab. 5.1 In der Betreiberebene einstellbare Parameter (Fortsetzung)Bedienung 5DE, AT,CHDE

Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_0220Angezeigtes Display Beschreibung WerkseinstellungHK2 2ParameterBetriebsart Heizen >AutoRaumsolltemp. 22°CAbsenktemperatur 15°C>Betriebsart wählenDie Raumsolltemp. ist die Temperatur, auf die die Heizung in der Betriebsart „Heizen“ oder während der Zeitfenster regeln soll. Hinweis: Wählen Sie den Raumsollwert nur so hoch, dass die Temperatur für Ihr persönliches Wohlbefin-den gerade ausreicht (z. B 20 °C). Jedes Grad über den eingestellten Wert hinaus bedeutet einen erhöh-ten Energieverbrauch von etwa 6 % im Jahr.Die Absenktemperatur ist die Temperatur, auf die die Heizung in der Absenkzeit geregelt wird. Für jeden Heizkreis kann eine eigene Absenktemperatur eingestellt werden.Die eingestellte Betriebsart legt fest, unter welchen Bedingungen der zugeordnete Heizkreis bzw. Warm-wasserkreis geregelt werden soll.

Für Heizkreise stehen folgende Betriebsarten zur Verfügung:Auto: Der Betrieb des Heizkreises wechselt nach einem einstellbaren Zeitprogramm zwischen den Be-triebsarten Heizen und Absenken.Eco: Der Betrieb des Heizkreises wechselt nach einem einstellbaren Zeitprogramm zwischen den Be-triebsarten Heizen und Aus.

Hierbei wird der Heizkreis in der Absenkzeit abgeschaltet, sofern die Frostschutzfunktion (abhängig von der Außentempe-ratur) nicht aktiviert wird.Heizen: Der Heizkreis wird unabhängig von einem einstellbaren Zeitprogramm auf die Raumsolltempe-ratur geregelt.Absenken: Der Heizkreis wird unabhängig von einem einstellbaren Zeitprogramm auf die Absenktempera-tur geregelt.Aus: Der Heizkreis ist aus, wenn die Frostschutz-funktion (abhängig von der Außentemperatur) nicht aktiviert ist.Hinweis:Je nach Anlagenkonfiguration werden zusätzliche Heizkreise angezeigt.Raumsolltemp.: 20°CAbsenktemp.: 15°CTab. 5.1 In der Betreiberebene einstellbare Parameter (Fortsetzung)5 Bedienung

21Bedienungsanleitung geoTHERM plus VWS/VWW 0020025604_02Angezeigtes Display Beschreibung WerkseinstellungWarmwasser 4ParameterBetriebsart WW Auto AutoMax. Warmwassertemp 60°C 60°CMin. Warmwassertemp 44°C 44°CSpeichertemp. IST 51°C 51°C>Solltemperatur wählenFür angeschlossene Warmwasserspeicher und den Zirkulationskreis sind die Betriebsarten Auto, Ein und Aus möglich. Die maximale Warmwassertemperatur gibt an, bis zu welcher Temperatur der Warmwasserspeicher ge-heizt werden soll. Die minimale Warmwassertemperatur gibt den Grenzwert an, bei dessen Unterschreitung der Warmwasserspeicher geheizt wird. Hinweis: Die maximale Warmwassertemperatur wird nur an gezeigt, wenn die elektrische Zusatzheizung für Warm wasser freigeschaltet ist. Ohne elektrische Zusatzheizung wird die Warm-wasser-Endtemperatur durch die Drucksensor-Regel-abschaltung des Kältekreises begrenzt und ist nicht einstellbar.

Speichertemp. IST: Aktuelle Temperatur im Warm-wasserspeicher. Wir empfehlen die Warmwasserbereitung ohne die elektrische Zusatzheizung zu realisieren. Dadurch ist die maximale Warmwassertemperatur mittels Hoch-druckabschaltung im Kältemittelkreis der Wärme-pumpe vorgegeben. Diese Abschaltung entspricht einer max. Warmwassertemperatur von 58 °C. Um die Starts der Wärmepumpe möglichst gering zu hal-ten, sollte eine möglichst niedrige min. Warmwasser-temperatur gewählt werden. Min. Warmwasser-temp. 44 °CHK2 5Zeitprogramme>Mo1 00:00 24:002: :3: :>Wochentag/Block wählenIm Menü HK2-Zeitprogramme können Sie die Heiz-zeiten je Heizkreis einstellen. Sie können pro Tag bzw. Block bis zu drei Heizzeiten hinterlegen. Die Regelung erfolgt auf die eingestellte Heizkurve und die eingestellte Raumsolltemperatur.

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