Vaillant geoTHERM VWL 102-3S Bedienungsanleitung

Vaillant Wärmepumpe geoTHERM VWL 102-3S

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Betriebsanleitung
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Betriebsanleitung
geoTHERM
VWL /3 S

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Produktspezifikationen

Marke: Vaillant
Kategorie: Wärmepumpe
Modell: geoTHERM VWL 102-3S

Bedienungsanleitung Vaillant geoTHERM VWL 102-3S – Volltext

InhaltsverzeichnisBetriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_042Inhaltsverzeichnis1 Hinweise zur Dokumentation. 31. 1 Mitgeltende Unterlagen beachten. 31. 2 Unterlagen aufbewahren. 31. 3 Verwendete Symbole. 31. 4 Gültigkeit der Anleitung. 31. 5 CE-Kennzeichnung. 32 Sicherheitshinweise. 42. 1 Sicherheits- und Warnhinweise. 42. 1. 1 Klassifizierung der Warnhinweise. 42. 1. 2 Aufbau von Warnhinweisen. 42. 2 Bestimmungsgemäße Verwendung. 42. 3 Grundlegende Sicherheitshinweise. 53 Systemaufbau und Systemfunktionen. 73. 1 Aufbau des Wärmepumpensystems. 73. 2 Systemfunktionen. 83. 2. 1 Funktionsprinzip. 83. 2. 2 Automatische Schutzfunktionen. 93. 2. 3 Manuell einstellbare Funktionen. 103. 3 Witterungsgeführter Energiebilanzregler. 113. 3. 1 Energiebilanzregelung. 113. 3. 2 Vorlauf-Solltemperaturregelung. 113. 3. 3 Festwertregelung. 123.

4 Betriebsarten des Heizbetriebs und des Warmwasserbetriebs. 123. 4. 1 Heizbetrieb. 123. 4. 2 Warmwasserbetrieb. 123. 5 Energiespartipps. 123. 5. 1 Energie sparen. 123. 5. 2 Energie durch den richtigen Einsatz der Regelung sparen. 134 Bedienung. 144. 1 Regler kennenlernen und bedienen. 144. 2 Bedienbeispiel „Wochentag einstellen“. 154. 3 Struktur der Reglermenüs. 164. 4 Kurzübersicht Menüabfolge. 174. 5 Übersicht Einstell- und Auslesemöglichkeiten. 184. 6 Funktionsanzeigen. 204. 7 Grunddaten manuell einstellen. 214. 8 Betriebszustand und Warnmeldungen auslesen. 224. 9 Heizbetrieb einstellen. 234. 9. 1 Betriebsart für Heizbetrieb einstellen. 234. 9. 2 Raumsolltemperatur einstellen. 244. 9. 3 Absenktemperatur einstellen. 244. 9. 4 Zeitprogramm für Heizbetrieb einstellen. 254. 10 Warmwasserbetrieb einstellen. 264. 10. 1 Betriebsart für Warmwasserbetrieb einstellen. 264. 10.

11 Ferien-Funktion für Gesamtsystem programmieren. 294. 12 Zeitprogramm für Geräuschminderung der Außeneinheit einstellen. 304. 13 Manuell einstellbare Funktionen aktivieren. 314. 13. 1 Sparfunktion aktivieren. 314. 13. 2 Partyfunktion aktivieren. 314. 13. 3 Einmalige Speicherladung aktivieren. 324. 14 Einstellwerte der Codeebene lesen. 324. 15 Werkseinstellungen wiederherstellen. 334. 16 Wärmepumpensystem zeitweilig abschalten. 344. 17 Wärmepumpensystem ausschalten. 345 Störungsbeseitigung. 355. 1 Störungsarten. 355. 2 Fehlerspeicher einsehen. 355. 3 Fehler mit zeitweiliger Warnmeldung. 355. 4 Fehler mit zeitweiliger Abschaltung. 365. 5 Fehler mit dauerhafter Abschaltung. 365. 6 Störungen selbst beseitigen. 386 Pflege und Wartung. 396. 1 Anforderungen an den Aufstellort einhalten. 396. 2 Wärmepumpensystem reinigen und pflegen. 406. 3 Wärmepumpensystem warten. 416. 3.

1 Fülldruck der Heizungsanlage prüfen. 416. 3. 2 Füllstand und Fülldruck des Solekreises prüfen. 427 Recycling und Entsorgung. 437. 1 Verpackung entsorgen lassen. 437. 2 Wärmepumpensystem entsorgen. 437. 3 Soleflüssigkeit entsorgen. 437. 4 Kältemittel entsorgen lassen. 438 Garantie und Kundendienst. 458. 1 Garantie. 458. 2 Kundendienst. 459 Technische Daten. 479. 1 Technische Daten Inneneinheit. 479. 2 Technische Daten Außeneinheit. 48Fachwortverzeichnis. 49Stichwortverzeichnis. 51Inhaltsverzeichnis.

Für Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Anlei-tungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.Die Vaillant Wärmepumpen geoTHERM plus mit inte-griertem Wamrwasserspeicher werden in dieser Anlei-tung allgemein als Wärmepumpensystem bezeichnet.1.1 Mitgeltende Unterlagen beachten>Beachten Sie bei der Bedienung unbedingt auch alleBetriebsanleitungen, die anderen Komponenten IhrerHeizungsanlage beiliegen.1.2 Unterlagen aufbewahren>Bewahren Sie diese Betriebsanleitung sowie alle mit-geltenden Unterlagen gut auf, damit sie bei Bedarfzur Verfügung stehen.>Übergeben Sie bei Auszug oder Verkauf die Unterla-gen an den Nachfolger.1.3 Verwendete SymboleNachfolgend sind die im Text verwendeten Symbole erläutert. In dieser Anleitung werden außerdem Zeichen zur Kennzeichnung von Gefahren verwendet (¬ Kap. 2.1.1).

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_0442 Sicherheitshinweise2. 1 Sicherheits- und Warnhinweise>Beachten Sie bei der Bedienung des geoTHERM plusWärmepumpensystems die allgemeinen Sicherheits-hinweise und die Warnhinweise, die gegebenenfallseiner Handlung voran gestellt sind. 2. 1. 1 Klassifizierung der WarnhinweiseDie Warnhinweise sind wie folgt mit Gefahrenzeichen und Signal wörtern hinsichtlich der Schwere der mög-lichen Gefahr abgestuft:Gefahren-zeichen Signalwort ErläuterungaGefahr. Unmittelbare Lebens -gefahr oderGefahr schwerer Personen schädeneGefahr. Lebensgefahr durch StromschlagaWarnung. Gefahr leichter Personen-schädenbVorsicht. Risiko von Sachschäden oder Schäden für die UmweltTab. 2. 1 Bedeutung von Gefahrenzeichen und Signalwörtern2. 1. 2 Aufbau von WarnhinweisenWarnhinweise erkennen Sie an einer oberen und einer unteren Trennlinie.

Sie sind nach folgendem Grund -prinzip aufgebaut: aSignalwort. Art und Quelle der Gefahr. Erläuterung zur Art und Quelle der Gefahr. >Maßnahmen zur Abwendung der Gefahr. 2. 2 Bestimmungsgemäße VerwendungDie Vaillant Wärmepumpensysteme vom Typ geoTHERM plus sind nach dem Stand der Technik und den aner-kannten sicher heitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei un sachgemäßer oder nicht bestimmungsge-mäßer Verwen dung Gefahren für Leib und Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen der Geräte und anderer Sachwerte entstehen.

Das Wärmepumpensystem ist nicht dafür bestimmt, durch Personen (einschließlich Kinder) mit einge-schränkten physischen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden, es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person beauf-sichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen, wie das System zu benutzen ist. Kinder müssen beaufsichtigt werden, um sicherzustel-len, dass sie nicht mit dem Gerät spielen.

Die Vaillant geoTHERM plus Wärmepumpensysteme sind ausschließlich für den häuslichen Gebrauch bestimmt. Andere Anwendungen, insbesondere kommerzielle oder industrielle Anwendungen, gelten als nicht bestim-mungsgemäß. Die Systeme sind als Wärmeerzeuger für geschlossene Wand- und Bodenflächenheizungen und die Warm-wasserbereitung vorgesehen. Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung gilt als nicht bestimmungsge-mäß. Für hieraus resultierende Schäden haftet der Her-steller/Lieferant nicht. Das Risiko trägt allein der Anwender. Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch das Beachten: – der Bedienungs- und der Installationsanleitung– aller weiteren mitgeltenden Unterlagen– der Einhaltung der Pflege- und Wartungsbedin-gungen. Jede missbräuchliche Verwendung ist untersagt. 2 Sicherheitshinweise.

52. 3 Grundlegende SicherheitshinweiseBeachten Sie bei der Bedienung des geoTHERM plus Wärmepumpensystems die folgenden Sicherheitshin-weise und Vorschriften:>Lassen Sie sich von Ihrem Fachhandwerksbetrieb aus-führlich in die Bedienung des Wärmepumpensystemseinweisen. >Lesen Sie diese Betriebsanleitung sorgfältig durch. >Führen Sie nur Tätigkeiten aus, die in dieser Betriebs-anleitung beschrieben sind. Wärmepumpensystem sicher betreibenDie Installation, Inspektion/Wartung und Instandsetzung des Wärmepumpensystems darf nur von einem aner-kannten Fachhandwerker durchgeführt werden. Dabei muss er die bestehenden Vorschriften, Regeln und Richtlinien beachten. Insbesondere Arbeiten an den elektrischen Teilen und am Kältemittelkreis erfordern eine entsprechende Quali-fikation.

Das Wärmepumpensystem (Innen- und Außeneinheit) muss mit Ausnahme von Wartungsarbeiten mit geschlossener Verkleidung betrieben werden. Andernfalls kann es, unter ungünstigen Betriebs -bedingungen, zu Gefahr für Leib und Leben oder zu Sachschäden kommen. Explosionen und Verbrennungen vermeidenDie Soleflüssigkeit Ethanol ist als Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar. Die Bildung explosiongefährlicher Dampf-/Luftgemische ist möglich. >Halten Sie Hitze, Funken, offene Flammen und heißeOberflächen fern. >Sorgen Sie bei unbeabsichtigter Freisetzung für aus-reichende Lüftung. >Vermeiden Sie die Bildung von Dampf-/Luftge-mischen. Halten Sie Behälter mit Soleflüssigkeit ver-schlossen. >Beachten Sie das der Soleflüssigkeit beiliegendeSicherheitsdatenblatt. An Bauteilen der Wärmepumpe (Inneneinheit) können hohe Tempera turen entstehen.

>Berühren Sie keine unisolierten Rohrleitungen dergesamten Heizungsanlage. >Entfernen Sie keine Verkleidungsteile. Verätzungen vermeidenDie Soleflüssigkeiten Ethanol und Ethylenglykol sind gesundheitsschädlich. >Vermeiden Sie Haut- und Augenkontakt. >Tragen Sie Handschuhe und Schutzbrille. >Vermeiden Sie Einatmen und Verschlucken.

>Beachten Sie das der Soleflüssigkeit beiliegendeSicherheitsdatenblatt. Erfrierungen vermeidenDie Wärmepumpe (Inneneinheit) wird mit einer Betriebs-füllung des Kälte mittels R 407 C geliefert. Dies ist ein Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04chlorfreies Kälte mittel, das die Ozonschicht der Erde nicht beeinflusst. R 407 C ist weder feuergefährlich noch besteht Explo sionsgefahr. Austretendes Kältemittel kann bei Berühren der Aus-trittstelle zu Erfrierungen führen. >Falls Kältemittel austritt, berühren Sie keine Bauteileder Wärmepumpe. >Atmen Sie Dämpfe oder Gase, die bei Undichtigkeitenaus dem Kältemittelkreislauf austreten, nicht ein. >Vermeiden Sie Haut- oder Augenkontakt mit demKälte mittel. >Rufen Sie bei Haut- oder Augenkontakt mit demKälte mittel einen Arzt. Verletzungen vermeidenDie Luft auf der Ausblasseite der Außeneinheit ist kälter als die Umgebungstemperatur.

In dem Bereich der Aus-blasseite kann es bei Temperaturen unter 5 °C zu Eisbil-dung kommen. Bei Glatteisbildung besteht Rutschge-fahr. >Achten Sie auf mögliche Eisbildung vor der Ausblas-seite der Außeneinheit. >Sorgen Sie dafür, dass auf der Ausblasseite derAußeneinheit keine Personen gefährdet werden. Verletzungen als Folge von unsachgemäßen Veränderungen vermeidenFür Änderungen am Wärmepumpensystem oder im Umfeld müssen Sie einen anerkannten Fachhandwerker hinzuziehen. Unsachgemäße Veränderungen am Wärme-pumpensystem und in dessen Umfeld, können unsi-cheren Betrieb und dadurch bedingt Gefährdungen zur Folge haben. >Zerstören oder entfernen Sie keine Verplombungenund Sicherungen von Bauteilen. Nur anerkannte Fach-handwerker und der Werkskundendienst sind autori-siert, verplombte und gesicherte Bauteile zu verän-dern.

>Nehmen Sie unter keinen Umständen selbst Eingriffeoder Veränderungen am Wärmepumpensystem oderanderen Teilen der Heizungs- und Warmwasseranlagevor. >Nehmen Sie nachträglich keine baulichen Verände-rungen vor, die eine Verringerung des Raumvolumensoder eine Änderung der Temperatur am Aufstellortder Inneneinheit zur Folge haben. Sachbeschädigung durch Kondenswasser im Haus vermeidenDie Leitungen zwischen Inneneinheit und Außeneinheit sind kalt, so dass sich an den Leitungen im Haus Kon-denswasser bilden kann. Dies kann zu Sachschäden füh-ren, z. B. durch Korrosion. Sicherheitshinweise 2.

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_046>Achten Sie darauf, die Isolierung der Leitungen nichtzu beschädigen.>Rufen Sie bei Beschädigungen an den Leitungen zwi-schen Inneneinheit und Außeneinheit Ihren Fachhand-werker.Umweltgefährdung vermeidenDie Wärmepumpe (Inneneinheit) enthält das Kältemittel R 407 C. Das Kältemittel darf nicht in die Atmosphäre gelangen. R 407 C ist ein vom Kyoto-Protokoll erfasstes fluoriertes Treibhausgas mit GWP 1653 (GWP = Global Warming Potential). Gelangt es in die Atmosphäre, wirkt es 1653-mal so stark wie das natürliche Treibhausgas CO2.Das in der Wärmepumpe enthaltene Kältemittel muss vor Entsorgung der Wärmepumpe komplett in dafür geeignete Behälter abgesaugt werden, um es anschlie-ßend den Vorschriften entsprechend zu recyceln oder zu entsorgen.

>Sorgen Sie dafür, dass nur offiziell zertifiziertes Fach-personal mit entsprechender Schutzausrüstung War-tungsarbeiten und Eingriffe in den Kältemittelkreis-durchführt.>Lassen Sie das in der Wärmepumpe enthaltene Kälte-mittel durch zertifiziertes Fachpersonal den Vor-schriften entsprechend recyceln oder entsorgen.2 Sicherheitshinweise

7Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_043 Systemaufbau und Systemfunktionen3.1 Aufbau des WärmepumpensystemsIn die geoTHERM plus Wärmepumpe ist ein Warmwas-serspeicher von 175 Litern Inhalt integriert. Das Wärme-pumpensystem besteht aus einer Innen- und einer oder mehreren Außeneinheiten (abhängig vom Leistungsver-mögen).Der witterungsgeführte Energiebilanzregler des Wärme-pumpensystems kann folgende Heizungsanlagenkreise steuern:– einen Heizkreis,– einen indirekt beheizten Warmwasserspeicher,– eine Warmwasser-Zirkulationspumpe,– einen Pufferkreis.Zur Systemerweiterung können mit Hilfe eines Puffer-kreises bis zu sechs zusätzliche Mischerkreismodule VR 60 (Zubehör) mit je zwei Mischer krei sen angeschlos-sen werden.Die Mischerkreise werden vom Fachhandwerker über den Regler an der Bedien konsole der Wärmepumpe (Inneneinheit) eingestellt.

Zur komfortableren Bedie-nung können für die ersten acht Heizkreise die Fernbe-diengeräte VR 90 angeschlossen werden.Die Wärmepumpe verfügt über eine Elektro-Zusatzhei-zung, die eingesetzt werden kann:– Zur Unterstützung von Heiz- und Warmwasserbetriebbei mangelnder Wärmeenergielieferung durch dieWärmequelle.– Für den Notbetrieb bei Störungen aufgrund von Feh-lern mit dauerhafter Abschaltung der Wärmepumpe.– Zur Aufrechterhaltung der Not-Frostschutzfunktionbei diesen Störungen.Die Elektro-Zusatzheizung kann für den Heizbetrieb und/oder für die Warmwasserbereitung genutzt werden. Der Regler kann vom Fachhandwerker so eingestellt werden, dass sie in den genannten Fällen jeweils getrennt für Heizbetrieb oder Warmwasserbereitung automatisch zugeschaltet (unterstützend) oder nur bei Notbetrieb und Not-Frostschutz eingeschaltet wird.321Abb.

3.1 Vorderansicht InneneinheitLegende1 Entlüftung Heizungsvorlauf zum Warmwasserspeicher2 Aufkleber mit Typenbezeichnung der Inneneinheit3 Bedienkonsole mit ReglerSystemaufbau und Systemfunktionen 3

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_0481Abb. 3.2 Vorderansicht AußeneinheitLegende1 Aufkleber mit Typenbezeichnung der Außeneinheit3.2 Systemfunktionen3.2.1 FunktionsprinzipAbb. 3.3 Nutzung der Wärmequelle AußenluftWärmepumpenanlagen arbeiten nach dem gleichen Prin-zip, wie Sie es vom Kühlschrank her kennen. Wärme-energie wird von einem Medium mit hoher Temperatur auf ein Medium mit niedrigerer Tempe ra tur übertragen und dabei der Umgebung entzogen.Wärmepumpenanlagen bestehen aus getrennten Kreis-läufen, in denen Flüssigkeiten oder Gase die Wärme-energie von der Wärmequelle zur Heizungsanlage trans-portieren. Da diese Kreisläufe mit unterschiedlichen Medien (Luft/Sole/Wasser, Kältemittel und Heizwasser) arbeiten, sind sie über Wärmetauscher miteinander gekoppelt.

In diesen Wärmetauschern findet die Über-tragung der Wärme energie statt.Das Vaillant Wärmepumpensystem geoTHERM plus VWL /3 S nutzt die Wärme quelle Außenluft.Die nachfolgenden Informationen brauchen Sie zur Bedienung des Wärmepumpensystems nicht zu kennen. Interessierte Laien jedoch finden nachfolgend die Funk-tionsweise des Kältemittelkreises detailliert beschrieben.Das System besteht aus getrennten Kreisläufen, die mit-tels Wärmetauschern miteinander gekoppelt sind. Diese Kreisläufe sind:– Der Solekreis, mit dem die Wärmeenergie der Wärme-quelle zum Kältemittelkreis transportiert wird.– Der Kältemittelkreis, mit dem durch Verdampfen, Ver-dichten, Verflüssigen und Expandieren gewonneneWärmeenergie an den Heizkreis abgegeben wird.– Der Heizkreis, mit dem die Heizung und die Warmwas-serbereitung im Warmwasserspeicher gespeist wer-den.3 Systemaufbau und Systemfunktionen

9Elektro-Zusatz-heizung Warmwasser-speicherHeizkreisSolekreisKältemittel-kreisWarmwasserKaltwasserUmschaltventilHeizung/SpeicherladungVerflüssigerWärmequelleSolepumpeVerdampferKompressorExpansionsventil2134Heizungs-anlageAbb. 3. 4 Funktionsweise der WärmepumpeÜber den Verdampfer (1) ist der Kältemittelkreis an die Wärmequelle angebunden und nimmt deren Wärmeener-gie auf. Dabei ändert sich der Aggregatzustand des Käl-temittels, es verdampft. Über den Verflüssiger (3) ist der Kältemittelkreis mit der Heizungsanlage verbunden, an das er die Wärmeenergie wieder abgibt. Dabei wird das Kältemittel wieder flüssig, es kondensiert. Da Wärmeenergie nur von einem Körper höherer Tem-peratur auf einen Körper niedrigerer Temperatur über-gehen kann, muss das Kältemittel im Verdampfer eine niedrigere Temperatur als die Wärmequelle besitzen.

Dage gen muss die Temperatur des Kältemittels im Ver-flüssiger höher als die des Heizwassers sein, um die Wärmeenergie dort abgeben zu können. Diese unterschiedlichen Temperaturen werden im Kälte-mittelkreis über einen Kompressor (2) und ein Expansions ventil (4) erzeugt, die sich zwischen dem Verdampfer und dem Verflüssiger befinden. Das dampf-förmige Kälte mittel strömt vom Verdampfer kommend in den Kom pres sor und wird von diesem verdichtet. Dabei steigen der Druck und die Tem peratur des Kälte-mitteldampfes stark an. Nach diesem Vorgang strömt es durch den Verflüssiger, in dem es seine Wärmeenergie durch Kondensation an das Heiz was ser abgibt. Als Flüs-sigkeit strömt es dem Expansions ventil zu, darin ent-spannt es sich stark und verliert dabei extrem an Druck Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04und Temperatur.

Diese Temperatur ist jetzt niedriger als die der Sole, die durch den Verdampfer strömt. Das Käl-temittel kann dadurch im Verdampfer neue Wärmeener-gie auf nehmen, wobei es wieder verdampft und zum Kompressor strömt. Der Kreislauf beginnt von vorn.

Bei Bedarf kann über den integrierten Regler die Elek-tro-Zusatzheizung zugeschaltet werden. Diese kann durch eine bestimmte Anschlussart abgestuft in ihrer Leistung reduziert werden. Der Verdampfer, die Solepumpe, Rohrleitungen im Sole-kreis sowie Teile des Kältemittelkreises sind im Inneren der Wärmepumpe (Inneneinheit) kälteisoliert, damit kein Kondenswasser anfallen kann. Sollte doch einmal in geringem Umfang Kondenswasser anfallen, wird dieses durch die Kondensatwanne aufgefangen. Die Kondensat-wanne befindet sich im inneren, unteren Teil der Wär-mepumpe. Durch die Wärmeentwicklung im Inneren der Wärmepumpe verdunstet das anfallende Kondenswasser in der Kondensatwanne. Geringe Mengen des anfal-lenden Kondenswassers können unter die Wärmepumpe abgeleitet werden. In geringen Mengen anfallendes Kon-denswasser ist deshalb kein Fehler der Wärmepumpe. 3. 2.

2 Automatische SchutzfunktionenDas Wärmepumpensystem ist im Automatikbetrieb mit zahlreichen automatischen Schutz funktio nen ausgestat-tet, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten:FrostschutzfunktionenDas Wärmepumpensystem ist mit zwei Frostschutzfunk-tionen ausgestattet. Im Normalbetrieb gewährleistet das Wärmepumpensystem den Regelfrostschutz für das Sys-tem. Schaltet sich das Wärmepumpensystem aufgrund eines Fehlers dauerhaft ab, gewährleistet die Elektro-Zusatzheizung den Not-Frostschutz und ermöglicht ggf. den Notbetrieb. Regelfrostschutz HeizungDiese Funktion stellt in allen Betriebsarten den Frost-schutz der Heizungsanlage sicher. Sinkt die Außentemperatur unter einen Wert von 3 °C, wird automatisch für jeden Heizkreis die eingestellte Absenktemperatur vorgegeben.

Regelfrostschutz WarmwasserspeicherDiese Funktion verhindert das Einfrieren des inte-grierten Warmwasserspeichers. Die Funktion wird automatisch aktiviert, wenn die Ist-temperatur des Warmwasserspeichers unter 10 °C sinkt. Der/die Speicher werden dann auf 15 °C geheizt.

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_0410heizung je nach Einstellung für den Heizbetrieb und/oder den Warmwasserbetrieb. Entreifungsfunktion (Defroster)Mit dieser Funktion wird der Wärmetauscher der Außen-einheit bedarfsgerecht abgetaut. Verschmutzungserkennung Wärmetauscher AußeneinheitDiese Funktion sorgt dafür, dass eine Wartungsinforma-tion ausgegeben wird, wenn der Wärmetauscher der Außeneinheit durch Staub, Eis, Schnee o. ä. seine Leis-tung nicht mehr erbringen kann. Prüfung der externen SensorenDiese Funktion prüft ständig anhand des bei der Erstin-betriebnahme eingegebenen Regelschemas, ob die darin hinterlegten Sensoren installiert und funktionsfähig sind. Heizwassermangel-SicherungDiese Funktion überwacht ständig den Heizwasserdruck, um einen möglichen Heizwassermangel zu verhindern.

Ein analoger Drucksensor schaltet die Inneneinheit aus und die Außeneinheit in Stand-by-Betrieb, wenn der Wasserdruck unter 0,5 bar liegt. Er schaltet die Innen-einheit wieder ein und beendet den Stand-by-Betrieb der Außeneinheit, wenn der Wasserdruck über 0,7 bar liegt. Pumpenblockier- und VentilblockierschutzDiese Funktion verhindert das Festsitzen einer Zirkulati-onspumpe und aller Umschaltventile. Dazu werden jeden Tag die Pumpe und die Ventile, die 24 h lang nicht in Betrieb waren, nach einander für die Dauer von ca. 20 Sekunden eingeschaltet. Solemangel-SicherungDiese Funktion überwacht ständig den Soledruck, um einen möglichen Solemangel zu verhindern. Ein analoger Drucksensor schaltet die Inneneinheit aus und die Außeneinheit in Stand-by-Betrieb, wenn der Soledruck einmalig unter 0,2 bar sinkt. Im Fehlerspei-cher wird der Fehler 91 angezeigt, bis die Fehlerursache beseitigt ist.

Die Inneneinheit schaltet sich automatisch wieder ein und beendet den Stand-by-Betrieb der Außeneinheit, wenn der Soledruck über 0,4 bar ansteigt und die Feh-leranzeige erlischt.

Wenn der Soledruck für die Dauer von mehr als einer Minute unter 0,6 bar sinkt, erscheint im Menü 1 eine Warnmeldung. Fußbodenschutzschaltung bei allen Heizungsanlagen ohne Pufferspeicher Diese Funktion sorgt für einen Überhitzungsschutz vonFußböden (wichtig z. B. für Holzfußböden). Wenn die im Fußbodenheizkreis gemessene Heizungsvorlauftempera-tur kontinuierlich für die Dauer von mehr als 15 Minuten einen vom Fachhandwerker einstellbaren Wert über-schreitet, schaltet sich die Wärme pumpe mit der Fehler-meldung 72 ab. Die Außeneinheit geht in Stand-by-Betrieb. Wenn die Heizungsvorlauftemperatur wieder unter diesen Wert gesunken ist und der Fehler vom Fachhandwerker zurückgesetzt wurde, schaltet sich die Wärmepumpe wieder ein und beendet den Stand-by-Betrieb der Außeneinheit.

Phasenüberwachung der SpannungsversorgungDiese Funktion prüft ständig die Reihenfolge und das Vorhandensein der Phasen (Rechtsdrehfeld) der 400-V-Spannungsversorgung. Wenn die Reihenfolge nicht kor-rekt ist oder eine Phase ausfällt, dann erfolgt eine Abschaltung des Wärmepumpensystems, um eine Beschädigung des Kompressors zu vermeiden. EinfrierschutzfunktionDiese Funktion verhindert das Einfrieren des Verdamp-fers bei Unterschreitung einer bestimmten Wärmequel-lentemperatur. Die Austrittstemperatur der Wärmequelle wird ständig gemessen. Sinkt die Austritts temperatur der Wärme-quelle unter einen bestimmten Wert, schaltet der Kom-pressor mit der Fehlermeldung 22 vorübergehend ab. Treten diese Fehler dreimal in Folge auf, erfolgt eine dauerhafte Abschaltung oder das Wärmepumpensystem geht in den Notbetrieb, wenn die interne Elektro-Zusatz-heizung dafür freigeschaltet wurde. 3. 2.

an Ihre Bedürfnisse anpas-sen können:ZeitprogrammeDiese Funktion erlaubt das Programmieren von bis zu drei Zeitfenstern pro Tag oder pro Block von Tagen für Heizbetrieb (je Heizkreis), Warmwasserbetrieb, Zirkula-tion und Geräuschminderung. FerienprogrammeDiese Funktion erlaubt Ihnen das Programmieren von zwei Ferienzeiträumen mit Datumsangabe und Absenk-temperatur mit einer eigenen Solltemperatur für den Heizbetrieb. PartyfunktionDiese Funktion erlaubt Ihnen das Fortsetzen von Heiz- und Warmwasserladezeiten mit eingestellten Solltempe-raturwerten über den nächsten Absenkzeitpunkt hinaus. SparfunktionDiese Funktion erlaubt Ihnen das sofortige Absenken der Vorlauf-Solltemperatur für einen einstellbaren Zeit-raum. 3 Systemaufbau und Systemfunktionen.

11Einmalige SpeicherladungDiese Funktion erlaubt es Ihnen, den Warmwasserspei-cher unabhängig vom aktuellen Zeitprogramm einmal aufzuladen (aufzuheizen). GeräuschminderungDiese Funktion erlaubt es Ihnen, die Geräuschemission der Außeneinheit an die gesetzlichen Anforderungen anzupassen. EstrichtrocknungDiese Funktion erlaubt das Trockenheizen von Estrich. Die Einrichtung erfolgt durch den Fachhandwerker. LegionellenschutzDiese Funktion erlaubt das Abtöten von Keimen im Warmwasserspeicher und in den Rohrleitungen. Die Ein-richtung erfolgt durch den Fachhandwerker. FernwartungDiese Funktion erlaubt die Diagnose und die Einstellung des Reglers über vrDIALOG oder vrnetDIALOG durch den Fachhandwerker. 3.

3 Witterungsgeführter EnergiebilanzreglerDas Wärmepumpensystem ist mit einem witterungsge-führten Energiebilanzregler ausgestattet, der in Abhän-gigkeit von der Regelungsart den Heiz- und Warmwas-serbetrieb zur Verfügung stellt und im Automatikbetrieb regelt. Der Regler sorgt für eine höhere Heizleistung, wenn die Außentemperaturen niedrig sind. Bei höheren Außen-temperaturen senkt der Regler die Heizleistung. Die Außentemperatur wird durch einen separaten, im Freien montierten Fühler gemessen und an den Regler geleitet. Die Raumtemperatur ist nur von Ihren Voreinstellungen abhängig. Einflüsse der Außentemperatur werden aus-geglichen. Die Warmwasserbereitung wird durch die Witterungs-führung nicht beeinflusst. Der Fachhandwerker stellt ein zu Ihrer Heizungsanlage passendes Regelschema im Regler der Wärmepumpe ein.

Je nachdem welches Regelschema eingestellt ist, führt der Regler eine Energiebilanzregelung oder eine Vorlauf-Solltemperaturregelung durch. Für eine Anlage ohne Heizwasser-Pufferspeicher führt der Regler eine Energiebilanzregelung durch. Für eine Anlage mit Heiz-wasser-Pufferspeicher führt der Regler eine Vorlauf-Solltemperaturregelung durch. 3. 3.

1 EnergiebilanzregelungDie Energiebilanzregelung gilt nur für Heizungsanlagen ohne Heizwasser-Pufferspeicher. Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04Für einen wirtschaftlichen und störungsfreien Betrieb eines Wärmepumpensystems ist es wichtig, den Start des Kompressors zu reglementieren. Der Anlauf des Kompressors ist der Zeitpunkt, in dem die höchsten Belastungen auftreten. Mit Hilfe der Energiebilanzrege-lung ist es möglich, Starts des Wärmepumpensystems zu minimieren, ohne auf den Komfort eines behaglichen Raumklimas zu verzichten. Wie bei anderen witterungsgeführten Heizungsreglern bestimmt der Regler über die Erfassung der Außentem-peratur mittels einer Heizkurve eine Vorlauf-Solltempe-ratur des Heizwassers.

Die Energiebilanzberechnung erfolgt aufgrund dieser Vorlauf-Solltemperatur und der Vorlauf-Isttemperatur, deren Differenz pro Minute gemessen und aufsummiert wird:Bei einem bestimmten Wärmedefizit startet das Wärme-pumpensystem und schaltet erst wieder ab, wenn die zugeführte Wärmemenge gleich dem Wärmedefizit ist. Je größer der Fachhandwerker den negativen Zahlen-wert für den Kompressor-Start einstellt, desto länger sind die Intervalle, in denen der Kompressor läuft bzw. steht. 3. 3. 2 Vorlauf-SolltemperaturregelungDie Vorlauf-Solltemperaturregelung gilt nur für Hei-zungsanlagen mit Heizwasser-Pufferspeicher. Wie bei anderen witterungsgeführten Heizungsreglern bestimmt der Regler über die Erfassung der Außentem-peratur mittels einer Heizkurve eine Vorlauf-Solltempe-ratur. Abhängig von dieser Vorlauf-Solltemperatur wird der Heizwasser-Pufferspeicher geregelt.

Das Wärmepumpensystem heizt, wenn die Temperatur des Kopftemperaturfühlers VF1 des Pufferspeichers klei-ner als die Vorlauf-Solltemperatur ist. Es heizt solange, bis der Bodentemperaturfühler RF1 des Pufferspeichers die Vorlauf-Solltemperatur plus 2 K erreicht hat. Eine Temperaturdifferenz z. B.

von 2 K (Kelvin = Tempe-ratureinheit) entspricht einer Temperaturdifferenz von 2 °C. Im Anschluss an eine Warmwasser-Speicheraufheizung wird der Pufferspeicher ebenfalls aufgeheizt, wenn die Temperatur des Kopftemperaturfühlers VF1 weniger als 2 K höher ist als die Vorlauf-Solltemperatur (vorzeitige Nachladung). Bei Heizungsanlagen dieses Typs sorgt zunächst der Heizwasser-Pufferspeicher für den Ausgleich eines Wär-medefizits. Nachgeordnet gleicht das Wärmepumpen-system das Wärmedefizit des Heizwassers im Puffer-speicher aus. Dadurch wird ein häufiger Anlauf des Kompressors vermieden, in dem die höchsten Belastun-gen auftreten (¬ Kap. 3. 3. 1). Der Ausgleich erfolgt unmittelbar nach Auftreten unabhängig vom Anwachsen des Wärmedefizits über ein bestimmtes Zeitintervall. Systemaufbau und Systemfunktionen 3.

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04123. 3. 3 FestwertregelungDer Regler erlaubt das Einstellen einer festen Vor lauf-Solltemperatur. Diese Regelung wird nur temporär ein-gestellt und z. B. für die manuell einstellbare Funktion „Estrichtrocknung“ genutzt. Der Regler regelt die Vorlauf-Solltemperatur des Heiz-betriebs unabhängig von der Außentemperatur auf den eingestellten Wert. Diese Regelung hat ein häufiges Anlaufen des Kompressors zur Folge und ist energiein-tensiv. Die Einrichtung erfolgt durch den Fachhandwer-ker. 3. 4 Betriebsarten des Heizbetriebs und des WarmwasserbetriebsMit den Betriebsarten bestimmen Sie, wie Ihre Heizungs-anlage und Ihre Warmwasserbereitung geregelt wird. Werkseitig sind die Betriebsarten für Heiz- und Warm-wasserbetrieb auf „Auto“ gestellt (¬ Kap. 3. 4. 1 und 3. 4. 2).

Sie können die automatische Regelung für jede Betriebsfunktion durch Änderung der Betriebsart dauer-haft oder durch manuell einstellbare Funktionen zeitwei-lig außer Kraft setzen. Der Fachhandwerker hat bei der Inbetriebnahme das Wärmepumpensystem an Ihre Bedingungen angepasst. Dazu hat er alle Betriebsparameter auf bestimmte Werte gesetzt hat, so dass das Wärmepumpensystem optimal arbeiten kann. Mit den nachfolgend beschrie-benen Einstellmöglichkeiten können Sie den Heiz- und den Warmwasserbetrieb Ihrer Anlage Ihren Wünschen entsprechend nachträglich individuell einstellen und anpassen. 3. 4. 1 HeizbetriebDer Regler stellt für den Heizbetrieb für jeden Heizkreis die nachfolgenden Betriebsarten zur Verfügung (¬ Kap. 4. 9. 1, Menü 2). AutoDer Betrieb des Heizkreises wechselt nach einem ein-stellbaren Zeitprogramm zwischen den Betriebsarten „Heizen“ und „Absenken“.

Hierbei wird der Heizkreis in der Absenkzeit abgeschaltet, sofern die Frostschutzfunktion (abhängig von der Außentemperatur) nicht aktiviert wird. HeizenDer Heizkreis wird unabhängig von einem einstellbaren Zeitprogramm auf die Raumsolltemperatur geregelt. AbsenkenDer Heizkreis wird unabhängig von einem einstellbaren Zeitprogramm auf die Absenktemperatur geregelt. AusDer Heizkreis ist aus, wenn die Frostschutzfunktion (abhängig von der Außentemperatur) nicht aktiviert ist. Werkseitige Einstellung: Auto3. 4. 2 WarmwasserbetriebDer Regler stellt für den Warmwasserbetrieb des inte-grierten Warmwasserspeichers und des optionalen Zir-kulationskreises die nachfolgenden Betriebsarten zur Verfügung (¬ Kap. 4. 10. 1, Menü 4). AutoWarmwasserbereitung und Zirkulationspumpe sind nach separat einstellbaren Zeitprogrammen aktiv. EinStändige Warmwasser-Nachheizung. Die Zirkulations-pumpe läuft ständig.

AusKeine Warmwasser-Bereitung. Die Frostschutzfunktion ist aktiv. Werkseitige Einstellung: Auto3. 5 EnergiespartippsNachfolgend erhalten Sie wichtige Tipps, die Ihnen hel-fen, Ihr Wärmepumpensystem energie- und kostenspa-rend zu betreiben. 3. 5. 1 Energie sparenSie können durch Ihr allgemeines Verhalten schon Ener-gie sparen, indem Sie:– Richtig lüften:Die Fenster oder Fenstertüren nicht kippen, sondern3 - 4 mal täglich für 15 Minuten die Fenster weit öff-nen und während des Lüftens die Thermostatventileoder Raumtemperaturregler herunterdrehen. – Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG)einsetzen. Durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung(WRG) wird stets der optimale Luftwechsel imGebäude sichergestellt (Fenster müssen zum Zweckedes Lüftens deshalb nicht geöffnet werden). Gegebe-3 Systemaufbau und Systemfunktionen.

13Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04nenfalls lässt sich die Luftmenge an der Fernbedie-nung des Lüftungsgeräts an die individuellen Anforde-rungen anpassen. – Prüfen, ob Fenster und Türen dicht sind und Fenster-läden und Jalousien nachts geschlossen halten, damitmöglichst wenig Wärme verloren geht. – Wenn als Zubehör ein Fernbediengerät VR 90 instal-liert ist, verstellen Sie dieses Regelgerät nicht durchMöbel etc. , damit es die zirkulierende Raumluft unge-hindert erfassen kann. – Bewusster mit Wasser umgehen, z. B. Duschen stattBaden, Dichtungen bei tropfenden Wasserhähnenumgehend erneuern. 3. 5. 2 Energie durch den richtigen Einsatz der Regelung sparenWeitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich durch den richtigen Einsatz der Regelung Ihres Wärmepumpensys-tems.

Die Regelung des Wärmepumpensystems ermöglicht Ihnen Einsparungen durch:– Die richtige Wahl der Heizungsvorlauftemperatur:Ihr Wärmepumpensystem regelt die Heizungsvorlauf-temperatur in Abhängigkeit von der gewünschtenRaumtemperatur, die Sie eingestellt haben. WählenSie daher eine Raumsolltemperatur, die für Ihr Behag-lichkeitsempfinden gerade ausreicht, beispielsweise20 °C. Jedes Grad darüber hinaus bedeutet einenerhöhten Energieverbrauch von etwa 6 % im Jahr(¬ Kap. 4. 9. 2, Menü 2). – Die Einstellung der richtigen Heizkurve für Fußboden-heizungen erfolgt durch den Fachhandwerker. FürFußbodenheizungen sind Heizkurven < 0,4 vorgese-hen. – Eine angemessene Einstellung der Warmwassertem-peratur (¬ Kap. 4. 10. 2, Menü 4):Das warme Wasser nur soweit aufheizen, wie es fürden Gebrauch notwendig ist. Jede weitere Erwärmungführt zu unnötigem Energieverbrauch.

Dadurch ist die maximale Warmwasser-temperatur durch die Regeldruckabschaltung im Käl-temittelkreis der Wärmepumpe (Inneneinheit) vorge-geben. Diese Abschaltung entspricht einer maximalenWarmwassertemperatur von ca. 55 °C. – Einstellung von individuell angepassten Heizzeiten(¬ Kap. 4. 9. 4, Menü 5). – Die Betriebsart richtig wählen:Für die Zeiten Ihrer Nachtruhe und Abwesenheit emp-fehlen wir Ihnen, die Heizung auf Absenkbetrieb zuschalten (¬ Kap. 4. 9. 1, Menü 2). – Gleichmäßig Heizen:Durch ein sinnvoll gestaltetes Heizprogramm errei-chen Sie, dass alle Räume Ihrer Wohnung gleichmäßigund entsprechend ihrer Nutzung beheizt werden. – Raumtemperaturregler einsetzen:Mit Hilfe eines Raumtemperaturreglers oderwitterungsgeführ ten Reglers können Sie die Raum-temperatur Ihren individuellen Bedürfnissen anpassenund erzielen eine wirtschaftliche Betriebsweise IhrerHeizungsanlage.

– Die Betriebszeiten der Zirkulationspumpe sollten anden tatsächlichen Bedarf optimal angepasst werden(¬ Kap. 4. 10. 5, Menü 5). – Fragen Sie Ihren Fachhandwerksbetrieb. Er stellt IhreHeizungsanlage nach Ihren persönlichen Bedürfnissenein. – Weitere Energiespartipps finden Sie in ¬ Kap. 4. 9 bis4. 12. Dort sind die Regler-Einstellungen mit Energie-spar-Potenzial beschrieben. Systemaufbau und Systemfunktionen 3.

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04144 Bedienung4.1 Regler kennenlernen und bedienenTag wählen2134567>09.03.10DiAbb. 4.1 Bedienoberfläche des ReglersLegende1 Menübezeichnung2 Cursor, zeigt die gewählte Einstellung an3 Menünummer4 Einsteller Einstellung5 Einsteller Menü6 Informationszeile (im Beispiel eine Handlungsaufforderung) Der Regler verfügt über zwei Einsteller. Mithilfe der bei-den Einsteller und können Sie den Regler bedienen.Wenn Sie einen Einsteller oder vorwärts oder rück-wärts drehen, dann rastet er spürbar in die nächste Position.

Ein Rasterschritt führt Sie jeweils um ein Menü, eine Einstellung oder eine Auswahlmöglichkeit vorwärts oder zurück.Linker Einsteller MenüDrehen = Menü auswählenDrücken = Einstellbare Funktionen aktivierenRechter Einsteller EinstellungDrücken = Einstellung für Veränderung markieren und gewählte Einstellung übernehmenDrehen = Einstellung auswählen und Einstellwert verän-dern4 Bedienung

15Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_044.2 Bedienbeispiel „Wochentag einstellen“Menü wählen Grunddaten 7Datum 10. 03. 10Wochentag MiUhrzeit 09:35>Datum einstellen>Linken Einstellerdrehen.Im Display erscheint das gewählte Menü.Einstellung wählen Grunddaten 7Datum 10. 03. 10Wochentag >MiUhrzeit 09:35>Wochentag einstellen>Rechten Ein stellerdrehen.Im Display zeigt der Cursor > die ausgewählte Einstellung.Einstellung markieren Grunddaten 7Datum 10. 03. 10Wochentag >MiUhrzeit 09:35>Wochentag einstellen>Rechten Ein stellerdrücken.Im Display wird die Einstel-lung dunkel hinterlegt.Einstellung ändern Grunddaten 7Datum 10. 03. 10Wochentag >DoUhrzeit 09:35>Wochentag einstellen>Rechten Ein stellerdrehen.Im Display ändert sich der Einstellwert der Einstellung.Einstellung speichern Grunddaten 7Datum 10. 03.

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04164.3 Struktur der ReglermenüsDie Reglerbedienung ist in drei Ebenen unterteilt:Die Betreiberebene ist für Sie, den Betreiber, bestimmt. In ¬ Kap. 4.4 werden alle Menüs der Betreiberebene übersichtlich als Ablaufdiagramm dargestellt. Eine aus-führliche Beschreibung der Menüs finden Sie in ¬ Kap. 4.8 bis 4.15.Die Anzeige und Auswahl von einstellbaren Funk tionen (z. B. die Sparfunktion) ist als Betreiber möglich. Wie Sie die einstellbaren Funk tionen aktivieren, ist beschrie-ben in ¬ Kap.

4.13.Die Codeebene (Fachhandwerkerebene) ist dem Fach-handwerker vorbehalten und vor unbeabsichtigtem Ver-stellen durch einen Code ge schützt.Als Betreiber können Sie durch die Menüs der Code-ebene blättern und die anlagenspezifischen Einstellun-gen ansehen, die Werte jedoch nicht ändern.Menü-Bereiche BeschreibungC1 bis C11 Einstellungen der Wärmepumpen-Funktionen für Heizkreise einstellenD1 bis D6 Wärmepumpe im Diagnose modus betreiben und testenI1 bis I5 Informationen zu den Einstellungen der Wär-mepumpe aufrufenA1 bis A10 Assistent für die Installation der Wärme-pumpe aufrufenTab. 4.1 Menü-Bereiche FachhandwerkerebeneDie dritte Ebene beinhaltet Funktionen zur Optimierung der Heizungsanlage und kann nur vom Fachhandwerker über vrDIALOG 810/2 und vrnetDIALOG 840/2 und860/2 eingestellt werden.4 Bedienung

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04184.5 Übersicht Einstell- und AuslesemöglichkeitenMenü Titel Menü einstellbareBetriebswerte Bemerkungen Einheit Min.Wert Max.Wert Schritt-weite/Auswahl-möglich-keitWerks-ein-stellungEigene Ein-stel-lung 1 Betriebszustand und Warn-meldungen des Systems auslesen.°C/bar 2HK2Parameter HeizenBetriebsart Betriebsart für Heizbetrieb einstellen. - Auto; Eco; Heizen; Absenken; AusAutoRaumsolltempera-tur Solltemperatur für die Heiz-betrieb einstellen. °C 5 30 1,0 20Absenktemperatur Absenk tem peratur festlegen für Zeiträume zwischen den Zeitfenstern für Heizbetrieb.°C 5 30 1,0 15 4 Warmwas-serParameterBetriebsart Betriebsart für Warmwasser-betrieb einstellen. - Auto; Ein; Aus AutoMax. Warmwasser-temperatur (Erscheint nur, wenn Zusatzhei-zung aktiviert ist.)Solltemperatur für die Warm-wasserbereitung einstellen. °C 53 75 1,0 60Min.

Betriebsanleitung geoTHERM plus 0020087961_04204.6 Funktionsanzeigen GrundanzeigeAls Grundanzeige ist ein Display mit grafischen Sym-bolen zu sehen. Es zeigt den momentanen Zustand des Wärmepumpensystems. Wenn Sie beim Einstellen von Werten für 15 Minuten keinen Einsteller betätigen, erscheint automatisch wieder die Grundanzeige.Außentemperatur (hier 10 °C).Quelleneintrittstemperatur der Wär-mequelle; im Beispiel 9 °C.Unter dem Pfeil wird die Leistung der Wärmequelle (im Beispiel 7 KW) angezeigt. Der Schwärzungsgrad des Pfeils stellt grafisch die Energieeffizienz des Wärmepumpensystems im aktu-ellen Betriebszustand dar. Die Leistung der Wärmequelle ist nicht mit der Heizleistung gleichzu-setzen.Die Heizleistung entspricht ca.

der Leistung der Wärmequelle plus der Kompressorl eistung.Wenn die Elektro-Zusatz heizung ein-geschaltet ist, wird der Pfeil gefüllt dargestellt und blinkt.>>> links und rechts blinkt, wenn der Kompressor eingeschaltet ist und dadurch der Umwelt Wärmeenergie entnommen wird, welche der Hei-zungsanlage zugeführt wird.>>> rechts blinkt, wenn der Heizungs-anlage Wärmeenergie zugeführt wird (z. B. nur über die Elektro-Zusatz heizung).Das Wärmepumpensystem befindet sich im Heizbetrieb. Außerdem wird die Heizungsvorlauftemperatur an-gezeigt (im Beispiel 30 °C).Das Symbol zeigt an, dass der Warmwasserspeicher aufgeheizt wird oder das Wärmepumpensystem sich in Bereitschaft befindet. Außer-dem wird die Temperatur im Warm-wasserspeicher angezeigt (im Bei-spiel 30 °C).4 Bedienung

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